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International Aufständische wollen mehr Geld und Waffen

Syriens Opposition appelliert an die internationale Gemeinschaft. Sie fordert eine stärkere finanzielle Unterstützung für den Kampf gegen Assad. Im Land gibt es weiter heftige Kämpfe. Die Lage der Flüchtlinge wird immer dramatischer.

Die syrische Opposition fordert im Kampf gegen Baschar Al-Assad von der internationalen Gemeinschaft erneut Waffen und mehr Geld. «Die Zeit spielt gegen uns», sagte Riad Seif. Der Vizechef der Nationalen Syrischen Koalition und andere Vertreter der Gruppe sprachen in Paris mit Gesandten aus rund 50 Unterstützerstaaten.

Das Treffen war von Frankreichs Aussenminister Laurent Fabius organisiert worden. Es soll weitere Hilfen für die syrische Opposition organisieren. Fabius hatte zuvor kritisiert, dass etliche Unterstützungszusagen offensichtlich nicht gehalten worden seien. Die Konferenz solle sicherstellen, dass die Opposition die notwendigen Mittel zum Handeln erhalte, sagte der Minister.

Doch auch die Gegner Assads sind uneins. So streiten sich zum Beispiel die kurdischen Milizen, ob sie Assad oder den Aufständischen den Rücken stärken.

So kamen vergangene Woche bei Kämpfen zwischen Kurdenmilizen und syrischen Rebellen mindestens 56 Menschen ums Leben, sagt der Journalist Thomas Seibert in Istanbul.

Seit Beginn des Aufstands gegen Präsident Assad hat der Konflikt in Syrien mehr als 60'000 Menschen das Leben gekostet. Auch am Montag wurde landesweit gekämpft. Die Regierungstruppen flogen Luftangriffe auf die von Rebellen eroberten Gebiete.

33 Tote bei Kämpfen um Flughafen Idlib

Aktivisten beklagten, dass auch Zivilisten in Homs, Daraa und dem Umland von Damaskus unter Beschuss geraten seien. Auch Aleppo werde heftig von Regimesoldaten angegriffen.

Syrische Staatsmedien berichteten, dass Assads Truppen einen Rebellenangriff auf einen Militärflughafen in Idlib abgewehrt hätten. Bis zum Nachmittag wurden mindestens 33 Menschen getötet.

Arabische Liga und UNO wollen helfen

Die Zahl der Flüchtlinge steigt weiter an. Das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen geht von mehr als 100'000 geflohenen Syrern seit Jahresbeginn aus.

Allein in Jordanien hätten 52'000 Syrer die Grenze überschritten, hiess es aus den jordanischen Streitkräften. Das Grenzgebiet gleiche einer «Kriegsregion». Vereinte Nationen und Arabische Liga wollen deshalb in Kuwait weitere Hilfen für die Flüchtlinge beschliessen.

Neue Spannungen zwischen Türkei und Syrien

Im türkischen Grenzgebiet gab es indes einen neuen Zwischenfall. Ein vermutlich aus Syrien abgefeuertes Raketengeschoss schlug in der Nacht in ein Wohnhaus in der grenznahen ostanatolischen Provinz Sanliurfa ein. Es kam jedoch nicht zu einer Detonation, so dass niemand verletzt wurde, berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. 

3 Kommentare

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  • Kommentar von H. Girschweiler, 9500 Wil
    Einigermassen klar u. die Strategie nachvollziehbar ist die Position FR in Mali. Dies kann man von der franz. Regierung im Falle v. Syrien nicht behaupten. Man sieht, dass FR auf Grund seiner lang dauernden Kolonialzeit sich in Westafrika besser auskennt als in Syrien wo sie nur kurz ein Mandat des Völkerbundes inne hatten. In Syrien werden nach Assad so instablile Verhältnisse herrschen wie in Aegypten. Ich bin neugierig ob die TK dann willens ist die Ordnung herzustellen od. NATO helfen mu...
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    1. Antwort von A. Planta, Chur
      In Syrien wurde nicht interveniert, weil die Russen noch auf der Seite das Diktators stehen und man deshalb eine Internationalisierung des Konflikts vermeiden will. Allerdings gibt es Anzeichen, dass die Russen den Assad künftig nicht mehr als Präsindenten sehen.
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    2. Antwort von H. Girschweiler, 9500 Wil SG
      An A. Planta: Was Russland angeht stimmt. Ich habe mich auf FR bezogen, weil L. Fabius die Konferenz organisiert hat und die Federführung bei der Organistions-Hilfe der syrischen Oposition übernommen hat u. da steht Moskau aussen vor. Capito?
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