Ausgangssperre in Baltimore zeigt Wirkung

Die nächtliche Ausgangssperre in Baltimore wirkt offensichtlich. Zu Beginn der Ausgangssperre waren nur noch wenige Leute auf den Strassen. Tausende Menschen protestierten zuvor friedlich gegen Polizeigewalt. Auch in anderen US-Städten fanden Protestmärsche statt.

Dicht aneinandergereihte Protestierende zeigen ihren Unmut.

Bildlegende: Auch in New York drückten Hunderte von Menschen am Mittwoch ihre Solidarität mit den Protestierenden in Baltimore aus. Keystone

Laut Angaben des US-Nachrichtensenders CNN zeigte die verhängte Ausgangssperre in Baltimore von Beginn weg Wirkung. Nur noch wenige Menschen seien am Mittwochabend um 22 Uhr Ortszeit auf den Strassen unterwegs gewesen. Seit Inkrafttreten der Ausgangssperre seien 35 Menschen festgenommen worden, teilte die Polizei mit.

Wenige Stunden zuvor hatten Tausende Menschen in Baltimore friedlich gegen Polizeigewalt demonstriert. Medienberichten zufolge standen rund 2000 Soldaten der Nationalgarde und rund 1000 zusätzliche Polizisten bereit, um für Ordnung zu sorgen.

Auch in New York, Boston, Washington und Minneapolis fanden Protestmärsche und Demonstrationen statt. In New York wurden mehr als 60 Demonstranten festgenommen, berichtete CNN.

Meist jugendliche Afroamerikaner hatten sich in der Nacht zum Dienstag in Baltimore Strassenschlachten mit der Polizei geliefert. Autos und Gebäude gingen in Flammen auf, Geschäfte wurden geplündert. Anlass für die Gewalt war der Tod des jungen Schwarzen Freddie Gray, der in Polizeigewahrsam ums Leben kam. Das nächtliche Ausgehverbot wurde für eine Woche verhängt.