Ausschreitungen in Kosovo

Bei Demonstrationen in der ethisch geteilten Stadt Mitrovica am Wochenende steckten wütende Albaner Polizeiautos in Brand. Sie protestierten damit gegen die Blockade einer Brücke durch Anhänger der serbischen Minderheit.

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0:00 min, vom 25.9.2017

In der ethnisch geteilten Stadt Mitrovica in Kosovo sind Sicherheitskräfte am Sonntag mit Gummigeschossen und Tränengas gegen hunderte Demonstranten vorgegangen.

Wütende Albaner hatten zuvor Polizeifahrzeuge in Brand gesetzt und Steine geworfen. Sie protestierten damit gegen die anhaltende Blockade der wichtigsten Brücke der Stadt durch die serbische Minderheit.

Schwerste Unruhen seit 2008

Nach Angaben eines Sprechers wurden 13 Polizisten und 10 Zivilisten verletzt. Die Unruhen gehören zu den schwersten seit Kosovo 2008 seine Unabhängigkeit von Serbien erklärt hat.

Serbien erkennt den Schritt nicht an, hat aber nach Vermittlungen der EU faktisch zugestimmt, die Kontrolle über das Gebiet abzugeben.

Die Gewalt der Demonstranten am Sonntag richtete sich gegen Polizisten des Kosovo und gegen Soldaten der Nato, die dort zur Befriedung der Lage beitragen sollen. Das Militärbündnis hat rund 6000 Soldaten im Kosovo stationiert.