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Flüchtlinge in Italien Ausschreitungen in norditalienischer Asylunterkunft

Legende: Audio Aufstand in Flüchtlings-Aufnahmezentrum bei Venedig abspielen. Laufzeit 1:55 Minuten.
1:55 min, aus Rendez-vous vom 03.01.2017.
  • In einer Asylbewerberunterkunft in Norditalien ist es zu Ausschreitungen gekommen.
  • Mitarbeiter des Erstaufnahmezentrums sperrten sich aus Angst vor den aufgebrachten Flüchtlingen ein.
  • Auslöser war der Tod einer jungen Migrantin. Die Asylbewerber warfen den Unterkunftsbetreibern vor, dass sie zu spät Hilfe erhalten habe.
  • Der Staatsanwalt ordnete eine Autopsie der Verstorbenen an.

In einem Erstaufnahmezentrum für Flüchtlinge in der norditalienischen Provinz Venedig ist es zu Ausschreitungen gekommen. 25 Mitarbeiter der Einrichtung verbarrikadierten sich daraufhin im Büro und konnten erst nach Stunden befreit werden, wie italienische Medien berichteten.

Der Protest gegen die Bedingungen im Flüchtlingslager in der Ortschaft Cona begann am Montagnachmittag, nachdem eine 25-jährige Migrantin tot in der Dusche aufgefunden wurde. Die aufgebrachten Flüchtlinge drehten den Strom im Aufnahmezentrum ab und legten Feuer.

Autopsie angeordnet

Die aufgebrachten Asylwerber warfen den Betreibern der Unterkunft vor, dass der jungen Frau zu spät Hilfe geleistet worden sei. Die Rettungskräfte wiesen die Vorwürfe zurück.

Die Staatsanwaltschaft von Venedig ordnete eine Autopsie an, um die Todesursache festzustellen. Im Erstaufnahmezentrum in einer ehemaligen Militärbasis in der 3000-Einwohner-Gemeinde Cona sind rund 1000 Asylwerber untergebracht.

17 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Es fällt auf: Sobald in Flüchtlingsunterkünften etwas nicht wie von den angeblichen "Flüchtlingen" gewünscht läuft wie sofortige Weiterreise, Essen nicht halal, zu wenig Sozialhilfegelder etc. eskaliert die Situation. Der Tod dieser Frau wird hier von den angeblichen "Flüchtlingen" instrumentalisiert. Selbst wenn nicht, wäre diese Art der Reaktion ohne fundierte Kenntnis der genauen Todesumstände völlig übertrieben.
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  • Kommentar von Thomas Steiner (Thomas Steiner)
    Da werden in den Kommentaren fast nur die Flüchtlinge kritisiert, aber der Fact dass eine junge Frau gestorben ist wird ignoriert?
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    1. Antwort von Lutz Bernhardt (lb)
      Auch Italien ist ein Rechtsstaat. Wenn auch vielleicht nicht so perfekt wie die Schweiz. Mit Ihrem Kommentar billigen Sie Selbstjustiz. Das ist nicht ok.
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    2. Antwort von Rolf Bolliger (robo)
      Da haben Sie vollkommen Recht, Herr Steiner. Warum erfahren wir keine Details über die Todesursache? Soviel ist aber klar: Warum diese junge Frau im Asylzentrum gestorben ist, braucht beide Seiten, die "beleuchtet" werden müssen! Sie nehmen laut Ihrem kurzen Satz einfach an, dass "nur eine" Seite am Tod verantwortlich sein kann! Hoffentlich wird uns dieser "Todesfall" bald klar und sachlich begründet! Nur, ob diese ehrliche Nachmeldung je kommen wird, bezweifle ich (aus Erfahrung!) sehr!
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    3. Antwort von Udo Gerschler (UG)
      Fact ist das Rettungssanitäter und Polizei täglich bedroht werden.Krankenhäuser nutzen mitlerweilen Wachschutz weil die Bedrohungen zu nehmen.
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    4. Antwort von Beppie Hermann (Eine rechte Grüne)
      Ja, Herr Bolliger, warum erfahren wir keine Details über die Todesursache? Weil die Frau in der Gerichtsmedizin liegt, und zaubern können die dort wahrscheinlich nicht.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Was wirklich geschah wissen wir noch nicht. Aber es geht doch nicht, dass sich 25 Betreuer vor den Flüchtlingen/Migranten in Sicherheit bringen müssen. Und dann wird noch die eigene Unterkunft in Brand gesteckt. Das kann überall und zu jeder Zeit passieren. Auflösung des Lagers und sie nach Natiolitäten in getrennten Lagern unterbringen, und sollten sich besonders radikale Menschen darunter befinden, sofortige Rückschaffung.
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