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International Aussenminister Hammond eröffnet britische Botschaft in Iran

Rund vier Jahre nach der Erstürmung der britischen Botschaft in Teheran wird die diplomatische Vertretung heute wieder eröffnet. Er werde bei der Eröffnung der Botschaft persönlich mit dabei sein, teilte Grossbritanniens Aussenminister Philip Hammond mit.

Hammond steigt aus einem Flugzeug, Flaggen von GB und Iran auf dem Dach.
Legende: Der britische Aussenminister Philip Hammond ist zur Botschaftseröffnung selbst nach Teheran gereist. Reuters

Der britische Aussenminister Philip Hammond ist zur Wiedereröffnung der Botschaft seines Landes im Iran eingetroffen. Beim Besuch in Teheran sind auch Gespräche mit seinem iranischen Amtskollegen Mohammed Dschawad Sarif und Präsident Hassan Ruhani geplant.

Zeitgleich werde die iranische Botschaft in London ihren Betrieb wieder aufnehmen. «Unsere Beziehungen haben sich seit 2011 verbessert», erklärte Hammond. Die Wahl des iranischen Präsidenten Hassan Ruhani im Juni 2013 und die Einigung im Atomkonflikt vor einem Monat seien «wichtige Meilensteine». Vorerst jedoch wollen beide Länder keine Botschafter austauschen bis einige Punkte, unter anderem Schadenersatzzahlungen an London, geklärt sind.

Die britische Botschaft in Teheran war im November 2011 geschlossen worden, nachdem sie von islamistischen Demonstranten aus Wut über die Sanktionen gegen den Iran gestürmt worden war. Die Protestierenden rissen die britische Flagge herunter, zerstörten Bilder der Queen, beschädigten Inventar und steckten Dokumente in Brand. Der Angriff wurde damals international scharf verurteilt.

2 Kommentare

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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Das Abkommen wird, im Gegensatz zu Obamas Hoffnungen, zur Bombe im Iran und anschliessend zur nuklearen Aufrüstung im Nahen Ostens führen, was letztlich zum Totalschaden der Region führt. Da sich auch die Türkei schwer bedroht fühlen wird, dürfte sie sich nicht länger auf das atomare Schutzschirmversprechen der USA verlassen. Dies alles im Namen eines Präsidenten, der in einer Folge von grotesken Fehlentscheidungen jetzt schon nicht mal mehr sein eigenes Parlament überzeugen kann.
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  • Kommentar von m.mitulla, wil
    Das Rennen um die besten Geschäfte mit dem Iran ist eröffnet. Nachdem die CH am 13.8. angekündigt hatte, die Sanktionen gegen den Iran per sofort aufheben zu wollen, konterte das US-Aussenministerium und warnte speziell Schweizer Firmen, nicht frühzeitig mit dem Iran Geschäftsbeziehungen einzugehen. Der Pressesprecher Mark Toner sagte in Washington, Strafen würden immer noch gegen jedes Land oder Firma gelten, die gegen die Sanktionen verstossen... US-Sanktionen haben weiterhin Gültigkeit.
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