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International Australien krebst beim Klimaschutz zurück

Die Bergbau-Konzerne werden sich freuen. Der australische Premierminister Abott hat sein Wahlversprechen eingelöst und die Steuer auf CO2-Emissionen abgeschafft.

Australien hat als erstes Land der Welt eine Klimaschutzsteuer ersatzlos abgeschafft. Die zweite Parlamentskammer, der Senat, stimmte am Donnerstag wie erwartet mehrheitlich für das Abschaffungsgesetz.

SRF-Australienkorrespondent Urs Wälterlin sagt, Opposition sei nicht nur von der eigentlichen Opposition, nämlich der Labor-Party gekommen, sondern auch von einer neuen Gruppierung, der Partei OzPolitic. Obwohl deren Gründer der milliardenschwere Kohlebaron Clive Palmer ist, stimmte die Partei der Abschaffung der Steuer nur unter bestimmten Bedingungen zu.

Das Ende der 2012 eingeführten CO2-Steuer für die 350 grössten Unternehmen des Landes war eines der Wahlversprechen der konservativen Regierung.

Damit müssen die grössten Unternehmen, allen voran emissionsintensive Bergbau-Firmen und Aluminium-Hersteller, keine Abgabe mehr auf ihrem CO2-Ausstoss bezahlen. Sie sollen in Zukunft mit grosszügigen Zahlungen vom Staat dazu ermuntert werden, ihre Emissionen zu reduzieren. Die Verpflichtung dazu fällt weg, wie Wälterlin sagt.

Klimaschutzsteuer umstritten

Premierminister Abott ist ein erklärter Klimaskeptiker. Sein unablässiger, äusserst aggressiver Widerstand gegen die Klimaabgabe, als er noch Oppositionsführer war, untergrub die Positionen von Premierminister Kevin Rudd und Premierministerin Julia Gillard.

Abott wird sich nun dem Sektor der erneuerbaren Energien vornehmen. Die seien zu teuer, trotz eindeutiger Gegenbeweise, wie Wälterlin sagt. Die Regierung will allen Klimawarnungen zum Trotz auf die im Überfluss vorkommende, aber emissionsintensive Kohle setzen. Nur dieser Rohstoff könne garantieren, dass Australien ein Billig-Strom-Land bleibe.

5 Kommentare

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  • Kommentar von J.Sand, Zürich
    Der Mann hat unrecht! Man kann auch mit Kohle ein Strom-Teuerland sein. Man muss nur ca. 5% Alternativernergie beimischen (siehe Deutschland).
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    1. Antwort von Simon Sachser, Zürich
      Quatsch! DE subventioniert die erneuerbare energiegewinnung. der Strom kostet 2 RP je KWh nur in der CH wird der Strom so teuer verkauft wie sonst nirgendwo, weil man gewinn fahren möchte. Strom ist zur Zeit billigware. Alle verpuffen Ihre Ressourcen und leeren die Staatskassen. Der CH Strom ist um das 10 fache zu teuer --> Kraftwerke schliessen und Strom einkaufen.
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  • Kommentar von Wilhelm Pavicsits, A7212 Forchtenstein
    Offensichtlich ist den Australiern aufgefallen, dass die Dürren, Vegetationsbrände, Hautkrebserkrankungen u.dgl.m., unter denen sie leiden, nicht vom CO2 sondern von den Kondensstreifen und Wolken des Flugverkehrs kommen. Diese verstärken einerseits durch Reflexion die Sonneneinstrahlung und behindern andererseits die Wärmeabstrahlung der Erde. Das umsichtige "Zurückkrebsen" kann für sie lebensrettend sein, wogegen die Europäer von Merkel & Co. in den Abgrund geführt werden.
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  • Kommentar von M Jaeger, Wildwil
    Es wurde langsam Zeit dass dieser "Klimaschutz" Terror aufhört. Das Klima entwickelt sich auch ohne Steuer und findet draussen statt, wie das Wetter.
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    1. Antwort von Lena Meier, Wildwil
      Sie meinen das jetzt aber hoffentlich nicht im Ernst?! Wetter, Klima... alles was draussen ist geht mich nichts an?
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