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53 Millionen Entschädigung Australien muss Millionen für Bootsflüchtlinge zahlen

Flüchtlinge in Manus.
Legende: Zu Unrecht festgehalten und gefoltert: Die Flüchtlinge haben sich mit Anwälten gewehrt. Keystone
  • Ein australischer Richter hat für eine Gruppe von 1900 Bootsflüchtlingen einer Rekordentschädigung von umgerechnet gut 53 Millionen Franken zugestimmt.
  • Die Summe sei «fair und angemessen», sagte Richter Cameron Macaulay vom obersten Gerichtshof des Bundesstaats Victoria.
  • Die Regierung und Anwälte der Bootsflüchtlinge hatten sich im Juni auf den Vergleich geeinigt.

Das Geld soll Bootsflüchtlingen ausgezahlt werden, die eigentlich nach Australien wollten, dann aber in Lager auf der Pazifik-Insel Manus gebracht wurden, die zu Papua-Neuguinea gehört. Dort hätten sie seelischen und körperlichen Schaden genommen, erklärten die Kläger.

Australien lehnt es grundsätzlich ab, Asylsuchende aufzunehmen, die mit dem Boot ankommen. Mit den Pazifikstaaten Papua-Neuguinea und Nauru hat es Abkommen zu deren Unterbringung geschlossen. Das Lager auf Manus soll im Oktober geschlossen werden.

4 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Der richtige Umgang mit der weltweiten Migration muss noch gefunden werden. Es gibt ja mehrere Konzepte der Industriestaaten. Europa: offene Grenzen, wer kommt darf in der Regel bleiben und wird vom Steuerzahler über das Sozialamt alimentiert. Australien, Kanada, USA: Abschottung oder maximal Kontingentaufnahme. Japan, Südkorea, Neuseeland, Taiwan: Totale Abschottung.
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  • Kommentar von marc rist (mcrist)
    Dieses Urteil wird die australische Regierung genauso wenig interessieren wie die polnische und die slowakische Regierung das Verdikt des Europäischen Gerichtshofes.
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      "Die Regierung und Anwälte der Bootsflüchtlinge hatten sich im Juni auf den Vergleich geeinigt" Diese Regelung wurde von der Regierung selber so ausgehandelt und nicht von irgend einem "fremden Richter" abgesegnet, sondern von einem Australischen. Die Regierung wird sich kaum drücken können. Und wenn ich den Betrag so anschaue wäre wohl ein reguläres, anständiges Verfahren die Steuerzahler deutlich billiger gekommen.
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  • Kommentar von Hans Haller (panasawan)
    Der hat also auch jeden Sinn fuer die Realitaet verloren.
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