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International Australische Flüchtlingspolitik sorgt für Unruhen

«Down Under» sagt Migranten den Kampf an. Ab sofort werden in Australien keine Flüchtlinge mehr anerkannt, sondern direkt nach Papua-Neuguinea abgeschoben. Das sorgt für Empörung bei den Betroffenen.

Legende: Video «Australien will Flüchtlingswelle Riegel vorschieben» abspielen. Laufzeit 1:29 Minuten.
Vom 20.07.2013.

Nachdem Australiens Premierminister Kevin Rudd gestern eine harte Linie im Umgang mit Bootsflüchtlingen angekündigt hat, sind in der vergangenen Nacht in einem Flüchtlingslager auf der Insel Nauru Unruhen ausgebrochen.

Asylbewerber hatten die Wachen mit Steinen beworfen. In der Folge kam es zu Auseinandersetzungen bei denen sowohl Flüchtlinge als auch Teile der Wachmannschaften verletzt worden. Vier Asylbewerber mussten mit schweren Verletzungen in ein Spital eingeliefert werden.

Insgesamt befinden sich 545 Asylbewerber auf Nauru. Sie hatten zuvor versucht, Asyl in Australien zu erhalten. Für die Dauer der Bearbeitung ihrer Anträge wurden sie nach Nauru abgeschoben.

Flüchtlinge werden auf Papua-Neuguinea «parkiert»

Einen Tag vor den Unruhen hatte Australien die Gesetze verschärft. Flüchtlinge, die mit Booten von Indonesien kommen, haben ab sofort keine Möglichkeit mehr, in Australien anerkannt zu werden. Sie würden stattdessen nach Papua-Neuguinea in Lager gebracht und müssten dort auch nach ihrer Anerkennung als Flüchtling bleiben.

Dazu wird nach den Worten von Rudd ein australisches Einwanderungszentrum auf dem Inselstaat im Pazifik von 200 auf 3000 Schlafplätze vergrössert. Papua-Neuguineas Regierungschef Peter O'Neill war speziell für den gemeinsamen Auftritt mit Rudd nach Brisbane gekommen.

Schlepper ermöglichen riskante Überfahrt

Der Schritt diene als Abschreckung, hiess es. Seit 2007 haben mehr als 46'000 Bootsflüchtlinge Australien erreicht. Allein in diesem Jahr setzten mehr als 15'000 Flüchtlinge, vor allem Iraner, in Fischerbooten über.

Hinter den riskanten Überfahrten stecken oft skrupellose Schlepperbanden. Zuletzt hatte täglich mehr als ein Boot die Weihnachtsinsel erreicht. Sie ist für Asylsuchende die erste Möglichkeit, australischen Boden zu betreten. Immer wieder sind Flüchtlinge auf See gestorben.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Huber, Surin
    Die Schweiz müsste ihr Asylgesetz nochmals ändern: Wer aus einem Land flüchtet, das nicht direkt an die Schweiz angrenzt, muss sich bei der Schweizer Vertretung eines Nachbarlandes seiner Heimat melden. Wer entgegen diesen Bedingungen in die Schweiz kommt, wird direkt im Sonderzug nach Ungarn, in die Ukraine oder die Slowakei befördert, wo man in einem von diesem Staat geführten Zentrum seinen Antrag stellen kann. Abklärung durch CH-Personal vor Ort, Entscheid in der Schweiz.
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  • Kommentar von Thomas Wanner, Aarau
    Binggeli, sehr gut. Wenn Sie den Artikel lesen, dann werden Sie erkennen, dass Australien mit den Ländern, die Bootsflüchtlinge temporär übernehmen, ein entsprechendes Abkommen schliessen muss. Wenn Sie das gut finden, können Sie ja vorausgehen und Vertragspartner suchen, die von der Schweiz Asylbewerber bei sich aufnehmen. Wenn Sie entsprechende Länder gefunden haben, melden Sie sich bei uns und geben Sie Ihre Telefonnummer an, damit wir uns bei Ihnen melden können. Märssi denn, gell.
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    1. Antwort von Heinz Binggeli, Solothurn
      Thomas Wanner, ich kann ihren Einwand gut verstehen. Denn für Leute die von der Sozialindustrie leben ist das kein gutes Rezept. Übrigens, Menschen die Schutz brauchen würden sehr gerne Schutz finden in Lagern wo sie von Verfolgung geschützt sind, egal wo das ist!
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  • Kommentar von B. Kerzenmacher, Frauenfeld
    Hier geht es nur vordergründig um Wirtschaftsflüchtlinge. Der Hauptgrund dieser Massnahme liegt darin, dass man auch in AUS die Auswirkungen der Masseneinwanderung durch muslimische Migranten und den damit eingeschleppten Islam bereits hautnah und knallhart zu spüren bekommen hat.
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    1. Antwort von Rudi J Hardy, Coolangatta
      Amen zu dem was Sie da geschrieben haben, Herr Kerzenmacher, bin auch schon mehr wie 40 Jahre hier. Habe noch niemanden getroffen der hier mehr Muslime haben moechte. Die koennen sich hier nie einfuegen wie auch in der Schweiz nicht. Eine Frau die ueber ihnen steht bei der Arbeit ist nicht akzeptabel; und nicht englisch-sprechende Menschen haben haeufig Frauen zur Aufsicht. Ist nun mal so.
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