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International Auto rammt Passanten in Jerusalem: Fünf Verletzte

Ein junger Palästinenser hat sein Auto in der Nähe eines Polizeipostens offenbar mutwillig in eine Gruppe Fussgänger gesteuert. Fünf Menschen wurden dabei verletzt. In den vergangene Monaten kam es in Jerusalem immer wieder zu ähnlichen Attacken.

Legende: Video Auto-Rammfahrt in Jerusalem abspielen. Laufzeit 00:30 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 06.03.2015.

Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Freitag an der Tramstrecke, die entlang der alten Grenze zwischen West- und Ost-Jerusalem verläuft. Nachdem der Täter, ein junger Mann aus Ost-Jerusalem, sein Aut in der Nähe eines Postens der Grenzpolizei in die Passanten-Gruppe gelenkt hatte, sei er ausgestiegen und habe versucht, mit einem Messer auf die Fussgänger einzustechen.

Laut den Rettungskräften wurden fünf Menschen verletzt. Keiner davon befinde sich in Lebensgefahr. Der Angreifer wurde nach Polizeiangaben ebenfalls schwer verletzt, als Sicherheitskräfte auf ihn schossen. Eine Polizeisprecherin sprach von einem «Terroranschlag».

Sicherheitsleute bewachen  das Auto, das in Jerusalem in eine Menschenmenge gefahren ist.
Legende: Sicherheitsleute bewachen das Auto, das in Jerusalem in eine Menschenmenge gefahren ist. Keystone

Das Auto als Tatwaffe

In den vergangenen Monaten waren in Jerusalem bereits mehrere ähnliche Attentate verübt worden. Im Oktober raste ein junger Palästinenser an einer Strassenbahnhaltestelle mit seinem Auto in mehrere Fussgänger. Ein Baby und eine junge Frau wurden getötet, der flüchtende Attentäter wurde von einem Polizisten erschossen.

Anfang November hatte ein Palästinenser aus einem Flüchtlingslager in Ost-Jerusalem drei Grenzpolizisten überfahren und war dann mit seinem Wagen nur wenige hundert Meter von dem ersten Anschlagsort entfernt in eine Menschenmenge an einer Tramhaltestelle gerast. Dann sprang er aus seinem Wagen und schlug mit einer Eisenstange auf Passanten ein, bevor er von Sicherheitskräften erschossen wurde. Ein Polizist wurde bei dem Anschlag getötet, neun weiteren Menschen wurden verletzt.

Betonquader vor Haltestellen

Die Anschläge der Autofahrer lösten in Jerusalem schwere Zusammenstösse aus. Aus Sicherheitsgründen wurden vor den 24 Haltestellen der Strassenbahnlinie Betonquader aufgestellt.

In Israel finden derzeit zahlreiche Feierlichkeiten für das Purim-Fest statt. Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat sagte der Nachrichtenseite «ynet» zufolge, die Sicherheitsvorkehrungen in der Stadt seien erhöht worden. Jerusalem dürfe sich jedoch nicht verunsichern lassen: «Wir werden nicht zulassen, dass Terror unseren Alltag zerstört.» Man werde den Terrorismus kompromisslos bekämpfen.

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5 Kommentare

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  • Kommentar von Björn Christen, Bern
    Auto-Jihad zum nächsten. Was gibt es unter diesen sog. Palästinenser doch für kranke, hasserfüllte Kretins, die wiederholt unschuldige Menschen an- und totzufahren! Allah muss sehr stolz auf sie sein.
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  • Kommentar von P.Fetz, Zürich
    Man muss nicht meinen, man könne ein Land besetzen und dann meinen, es werde ein ruhiges, schönes, Paradies und es lieben sich alle! Das hat noch nie funktioniert in der Geschichte, denn die Besetzten werden sich immer mit Kampf dagegen wehren! Ps. Auch die Schweizer vor vor Vorfahren haben sich verteitigt mit Heugabeln, Axten, usw. dass die Schweiz das ist was sie Heute ist. Nur die Waffen haben sich geändert sonnst nichts!
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  • Kommentar von U.Fröhlich, Schweiz
    Die sogenannte Besatzung haben sich die heutigen Palästinenser selber zuzuschreiben. Ja, früher (noch im 1948) wurden auch die Juden als Palästinenser bezeichnet, da alles Jüdische seit 135 n. Chr. ausgelöscht werden sollte. Gruss von Kaiser Hadrian. Wegen Besatzung: Die umstrittenen Gebiete haben gezeigt, dass es nicht funktioniert, wenn Land für Frieden gefordert wird. Das Land wird gerne genommen, doch der Frieden bleibt aus. (Gaza) Ob es mal wirklich ein Palästina geben wird als Land?
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