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Autonomes Katalonien Grossaufmarsch in Barcelona

  • In der spanischen Metropole Barcelona haben nach Polizeiangaben 45'000 Menschen für die Abspaltung der Region Katalonien von Spanien demonstriert.
  • Zu der Grosskundgebung am frühen Sonntagabend hatte die einflussreiche separatistische Organisation ANC (katalanische Nationalversammlung) aufgerufen.

Die ANC fordert, dass sich die drei für die Unabhängigkeit eintretenden Parteien auf die Bildung einer Regionalregierung einigen und so schnell wie möglich eine «Katalanische Republik» gründen. Die Separatisten hatten bei der Neuwahl im Dezember zum Ärger der Zentralregierung in Madrid wieder eine Mehrheit errungen.

Jedoch gestaltet sich die Regierungsbildung in der Krisenregion schwierig: Viele Spitzenpolitiker sitzen im Zuge des verbotenen Unabhängigkeitsreferendums vom vergangenen Oktober und einem daraus resultierenden Unabhängigkeitsbeschluss entweder im Gefängnis oder sind ins Ausland geflohen – so wie Ex-Regionalchef Carles Puigdemont.

Regierungsbildung verschoben

Das katalanische Parlament hatte am Freitag die für Montag geplante Sitzung zur Bildung einer neuen Regierung auf einen unbekannten Zeitpunkt verschoben. Ein Richter hatte zuvor den Antrag des Präsidentschaftskandidaten Jordi Sánchez auf vorübergehende Entlassung aus der U-Haft zur Teilnahme an der Sitzung abgelehnt.

Die spanische Regierung betrachtet die Bestrebungen nach einer Unabhängigkeit Kataloniens als verfassungswidrig.

Daten und Karte Kataloniens

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3 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    So sieht Demokratie innerhalb der EU aus - unbequeme politische Forderungen werden verteufelt, deren Exponenten verjagt oder ins Gefängnis gesteckt.
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    1. Antwort von Samuel Röthlisberger (S.Roethlisberger)
      Und was hat das nun mit der EU zu tun? Immerhin ist Puidgemont in Belgien (so etwas wie das Herz der EU) und niemand liefert in aus? Also einfach mal wieder Bashing ohne Inhalt. Der Konflikt in Katalonien ist älter als die EU und völlig unabhängig von ihr.
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    2. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      Oberflächlich betrachtet haben Sie natürlich völlig Recht, S. Röthlisberger. Bei genauerem Hinsehen, erkennt man aber die Unterstützung des Spanischen Premiers Mariano Rajoy in seinen Aktivitäten gegen die Aktivisten in Katalonien durch die EU- Kommission - insbesondere die persönliche Unterstützung durch den umsichtigen Herrn Juncker. Die Zentrierung der Macht in der ist eben ein Herzensanliegen - und deshalb ganz oben auf der Traktandenliste.
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