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Bad News für Theresa May Kabinettschef Damian Green tritt zurück

Legende: Video Britischer Vize-Minister zurückgetreten abspielen. Laufzeit 0:43 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 21.12.2017.

Das Wichtigste in Kürze

  • Damian Green, de facto der Stellvertreter der britischen Premierministerin Theresa May, musste am Mittwochabend zurücktreten.
  • Der 61-jährige Kabinettschef war wegen Berichten über Pornografie auf seinen Dienstrechnern unter Beschuss geraten.
  • Gegen ihn lief zudem eine interne Untersuchung wegen Belästigungsvorwürfen.
  • Green bestreitet die Vorwürfe.

Vor neun Jahren hatte die Polizei eine kontroverse Razzia im Büro des konservativen Abgeordneten Damian Green durchgeführt. Die Immunität des Parlamentsbezirks wurde nicht respektiert. Es ging um Indiskretionen, die Green aus der damaligen Labour-Regierung zugespielt worden waren.

Der Fall versandete. Doch die Polizei hatte damals pornografische Bilder auf Greens Bürocomputer gefunden. Er selbst war darüber informiert worden, aber die Öffentlichkeit erfuhr davon erst in den vergangenen Wochen von einem damals beteiligten Polizeibeamten. Dieser brach die Regeln der dienstlichen Vertraulichkeit.

Green belog die Öffentlichkeit

Der 61-jährige Green bestreitet zwar weiterhin, Pornographie angeschaut zu haben, jedoch belog er die Öffentlichkeit darüber, dass er 2008 von der Polizei über den peinlichen Fund informiert worden war. Premierministerin Theresa May verliert mit Green einen Studienkollegen und Freund, einen etwas farblosen, aber soliden Verbündeten.

Nach einer Woche, die oberflächlich eine Rückkehr zu stabileren Verhältnissen versprach, endet das politische Jahr für May mit einem weiteren Übel.

Vorwurf der Belästigung

Die britische Regierung hatte eine interne Untersuchung gegen Damian Green eingeleitet – nachdem eine Frau ihm vorgeworfen hatte, ihr Knie berührt und ihr anzügliche Textnachrichten geschickt zu haben. Green weist die Belästigungsvorwürfe zurück.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Es ist gut, dass man echte sexuelle Belästigungen nicht mehr unter den Teppich kehrt. Ein Person in einer solchen Position sollte ein Vorbild sein. Sie ist jedoch auch ein Spiegelbild ihrer Erziehung und gesellschaftlicher Gepflogenheiten in ihrer Jugendzeit. Diese waren nun man anders als heutzutage. Deshalb sollte man auch nicht das Augenmass verlieren. Die jetzige Bewegung könnte sich sonst mehr schaden als nützen. Anklagen für die Unversehrtheit von Menschen/Opfern sind zu wichtig.
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