Bald nur noch 14 statt 22 Regionen in Frankreich?

Elsass und Lothringen, Burgund und Franche-Comté: Präsident François Hollande will diverse Regionen in Frankreich zusammenlegen. Hintergrund der geplanten Reform: Schuldenprobleme.

Der französische Präsident François Hollande will eine Gebietsreform zügig umsetzen: Die Zahl der französischen Regionen soll von 22 auf 14 reduziert werden.

Rebberge im französischen Burgund; im Hintergrund ein Fluss.

Bildlegende: Im Zuge einer grossen Gebietsreform soll die Zahl der französischen Regionen von 22 auf nur noch 14 schrumpfen. Keystone

Hollande schlug unter anderem vor, das Elsass und Lothringen sowie den Burgund und die Franche-Comté zusammenzulegen. Das Projekt ermögliche es, Regionen von europäischer Grösse zu schaffen, sagte Hollande – und er forderte die Parlamentarier auf nationaler Ebene auf, das Projekt nicht zu behindern. Dazu sei es für die Zukunft des Landes zu wichtig.

Unverändert in ihrem Zuschnitt sollen demnach lediglich die Regionen Bretagne, Pays-de-la-Loire, Aquitaine, Nord-Pas-de-Calais, Korsika, Île-de-France und Provence-Alpes-Côte d'Azur bleiben.

Bis 2017 50 Milliarden Euro einsparen

Hintergrund der geplanten Reform dürften die Schuldenprobleme Frankreichs sein. Die Verschlankung der Verwaltung soll einen Beitrag dazu leisten, bis rund 50 Milliarden Euro bis 2017 einzusparen.

Für die Überseegebiete gibt es bislang keine Zusammenlegungspläne. Dort gibt es fünf weitere Regionen. Einen konkreten Termin für die Gebietsreform nannte Hollande nicht.