Bangladesch: Retter entdeckten Überlebende

Vor 17 Tagen stürzte in Bangladesch ein Fabrikgebäude ein. Über 1000 Menschen starben. Die Chance, noch Überlebende zu finden, sank gegen Null. Doch eine Frau hatte einen grossen Schutzengel.

Lebendig begraben – das widerfuhr einer Frau. Sie lag zwei Wochen unter den Trümmern eines eingestürzten Fabrikgebäudes in Bangladesch.

Helfer stehen auf den Trümmern des eingestürzten Gebäudes in Bangladesch.

Bildlegende: Das Gebäude wies Risse auf, einen Tag später stürzte es ein – und tötete über 1000 Menschen. Keystone

Die Frau sei in einer Öffnung zwischen einem Stützbalken und einer Säule geortet worden, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Aufnahmen des lokalen Privatsenders Somoy Television zeigten, dass die Helfer den Einsatz von schwerem Gerät einstellten und versuchten, zu der Frau im Erdgeschoss vorzudringen.

Über 3000 Menschen in dem Gebäude

Es gleicht einem Wunder, dass die Frau überlebte. Normalerweise kann ein Mensch nur etwa drei Tage ohne Trinken überleben. Nur wenn Verschüttete Zugang zu Flüssigkeiten haben, haben sie auch danach eine hohe Überlebenschance.

Bei dem Einsturz des Gebäudes am 24. April waren nahe der Hauptstadt Dhaka mehr als 1000 Menschen getötet worden. Zum Zeitpunkt des Unglücks befanden sich darin über 3000 Menschen. Mehr als 2400 wurden lebend geborgen – die zuletzt gerettete Frau noch nicht mit einbezogen.