BBC-Missbrauchs-Skandal weitet sich aus

Im Kinderschänder-Skandal um den verstorbenen BBC-Moderator Jimmy Savile kommen immer neue Details ans Licht. Die Zahl der Missbrauchsopfer ist höher als bisher angenommen, wie der Bericht einer Kinderschutzorganisation zeigt.

Satellitenschüssel mit dem BBC-Logo

Bildlegende: Der Missbrauchs-Skandal bei der britischen BBC zieht immer weitere Kreise. Reuters

Der frühere BBC-Moderator Jimmy Savile und weitere Täter sollen sich an weit mehr Kindern vergangen haben als bisher angenommen.

Die Zahl der mutmasslichen Missbrauchsopfer sei auf 500 gestiegen, heisst es in einem am Montag veröffentlichten Bericht der Kinderschutzorganisation NSPCC. Zuvor ging man von 450 Opfern aus.

Über Jahre hinweg sollen sich Savile, früher Moderator der Sendung «Top of the Pops», und andere Täter an Jugendlichen vergangen haben. Die Taten sollen teilweise auf dem Sendegelände der BBC stattgefunden haben. Nebst dem verstorbenen Moderator Savile sind auch noch zahlreiche andere frühere BBC-Grössen in die Affäre verwickelt. Darunter der Entertainer Rolf Harris und der Musiker Gary Glitter.

Jüngstes Opfer zwei Jahre alt

In dem Bericht «Panorama», welcher von der BBC in Auftrag gegeben wurde, geht hervor, dass es auch in Krankenhäusern zu Übergriffen kam, in welchen der Moderator regelmässig Kinderstationen besuchte. Inzwischen untersucht die Polizei 23 Krankenhäuser in dem Fall.

Die meisten Opfer seien zwischen 13 und 15 gewesen. Das Jüngste sei zwei Jahre alt gewesen.