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International Beben in China fordert immer mehr Opfer

Im Südwesten Chinaas sind Hunderte Menschen bei einem Erdbeben ums Leben gekommen. Erdrutsche haben Strassen verschüttet, die Bergung kommt deshalb nur schleppend voran. Hinzu kommen widrige Wetterverhältnisse. Den Helfern rennt die Zeit davon.

Legende: Video «Tote bei Erdbeben in China» abspielen. Laufzeit 0:51 Minuten.
Vom 03.08.2014.

Nach dem verheerenden Erdbeben mit hunderten Toten in Chinas südwestlicher Provinz Yunnan behindern Platzregen und Nachbeben die Bergung von Verschütteten.

Mindestens 381 Menschen kamen bei dem Beben ums Leben, etwa 1800 wurden verletzt, wie das Staatsfernsehen und die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf Rettungskräfte berichteten. Das Epizentrum lag in zwölf Kilometern Tiefe unter dem Ort Longtoushan in der Gemeinde Ludian rund 370 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Kunming. Anschliessend registrierte Chinas Erdbebenwarte Dutzende Nachbeben.

Gewaltige Zerstörung

Fernsehbilder zeigten eine gewaltige Zerstörung. Häuser waren nur noch Schutthaufen. Überall rannten verstörte Anwohner durch die Gegend. Zerfetzte Kleidungsstücke lagen auf den Strassen. Die Bergung stellte die Retter vor grosse Herausforderungen. Das Beben hat zahlreiche Strassen verschüttet.

«Die blockierten Strassen und Platzregen haben einige Unglücksorte abgeschnitten. Die Rettungsfahrzeuge kommen dort nicht hin», sagte ein Parteifunktionär aus der Stadt Zhaotong der Agentur Xinhua. Tausende Rettungskräfte aus dem ganzen Land wurden zu Bergungsmissionen in die Provinz Yunnan geschickt.

Zerstörte Häuser
Legende: Zahlreiche Häuser stürzten in der Provinz Yunan ein. Anwohner versuchten, Verschüttete aus den Trümmern zu retten. Reuters

Premier auf dem Weg ins Bebengebiet

Ministerpräsident Li Keqiang machte sich auf den Weg in die Erdbebenregion, um sich ein Bild von der Zerstörung zu machen. Staats- und Parteichef Xi Jinping wies die Rettungsmannschaften an, alle Anstrengungen zu unternehmen, um Menschenleben zu retten.

Nutzer im Internet luden Dutzende Bilder hoch, die Szenen aus dem Erdbebengebiet zeigen sollen. Einige beklagten sich, die gewaltige Zerstörung der Häuser sei ein Zeichen, dass es Pfusch am Bau gegeben habe. Anderenfalls hätten die Gebäude aus Beton besser den Erschütterungen Stand halten müssen.

1 Kommentar

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  • Kommentar von Thomas Käppeli, Guatemala Ciudad
    Angesichts der Naturgewalten, wirkt der Mensch immer klein und bescheiden. Auch wenn ER (Krone de., ...) ansonsten noch so gerne, sehr „grossspurig" auftritt. Selbst ein „Bächlein“ wie Emme mit „Gewitterchen“ im Kanton Bern wird zur wahren FURIE. Hierzulande weiss kein lokales Schwein, wo das liegt. Den Betroffenen Zuhause ein schlechter Trost. Bitte nicht übel oder persönlich nehmen, denn ich will damit nur aufzeigen: wie verletzlich, klein und hilflos wir alle tatsächlich sind.
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