Bericht entlastet die britischen Geheimdienste

Der bestialische Mord an dem britischen Soldaten Lee Rigby durch zwei konvertierte Islamisten in London hat nicht vorhergesehen werden können. Zu diesem Schluss kommt ein parlamentarischer Untersuchungsbericht.

Britische Soldaten in roter Uniform tragen einen Sarg, der von einer britischen Fahne bedeckt ist, im Hintergrund Zuschauer, ebenfalls in Uniform.

Bildlegende: Tausende Briten säumten im Juli 2013 Soldat Rigbys letzten Weg. Reuters

Am 22. Mai 2013 überfuhren zwei zum Islam konvertierte Männern im Londoner Stadtteil Woolwich den Soldaten Lee Rigby mit voller Absicht. Die Täter stiegen aus und hackten den 25-jährigen Rigby mit einem Metzgerbeil und Messern zu Tode.

Nun kommt der Untersuchungsbericht einer parlamentarischen Kommission zum Schluss, dass der Mord an Rigby weder vorherzusehen noch zu verhindern gewesen sei. Die Parlamentarier haben dafür eineinhalb Jahre lang hunderte streng geheime Akten durchforstet sowie Geheimdienstler und Polizisten befragt.

Die Kommission hält fest, die beiden Täter, die sich «Soldaten Allahs» nannten, seien zwar schon vor dem Mord im Mai 2013 in sieben Untersuchungen der Geheimdienste MI5, MI6 und GCHQ aufgetaucht. Doch hätten die Ermittler keine entscheidenden Hinweise übersehen.

Lediglich eine Unterhaltung der beiden späteren Mörder auf einer nicht genannten Online-Plattform hätte demnach Hinweise auf den Plan liefern können. Die Dienste hätten darauf aber keinen Zugriff gehabt und den Austausch erst nach dem Mord entdeckt.