Berlusconi wählt Sozialdienst

Der Ex-Premier Italiens Silvio Berlusconi möchte lieber Sozialdienst leisten als hinter Gitter. Berlusconi war im Sommer wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden.

Berlusoni den Kopf auf die Hand gestützt.

Bildlegende: Ex-Premier Silvio Berlusconi möchte seine Strafe mit Sozialdienst abarbeiten. Keystone

Einen entsprechenden Antrag hat der Ex-Ministerpräsident bei einem Mailänder Gericht gestellt, teilten seine Anwälte mit. Die Alternative zum Sozialdienst wäre Gefängnis oder Hausarrest in einer seiner Villen gewesen.

Aufgrund seines fortgeschrittenen Alters kann der 77-Jährige seine Präferenzen angeben, welche Strafe er antreten will. Ob der Antrag jedoch bewilligt wird ist noch offen. Auch ist nicht klar, zu welcher Form von Sozialdienst Berlusconi antreten müsste. Im Normalfall kommen Einsätze in Suppenküchen für Obdachlose, Zentren für Drogensüchtige oder in Altersheimen infrage.

Berlusconi war diesen Sommer in letzter Instanz wegen Steuerhinterziehung zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Infolge einer Amnestie wurde die Strafe auf ein Jahr reduziert. Dem ehemaligen Regierungschef droht wegen der Verurteilung zudem der Ausschluss aus dem Senat, über welchen in Kürze entschieden werden dürfte.

Sendungsbeiträge zu diesem Artikel

  • Berlusconi in der Suppenküche?

    Aus Tagesschau vom 11.10.2013

    Italiens Ex-Premierminister Silvio Berlusconi kann wählen zwischen Gefängnis, Hausarrest und Sozialdienst. Der Cavaliere hat sich für Letzteres entschieden. Berlusconi war im Sommer wegen Steuerhinterziehung verurteilt worden.  

  • Silvio Berlusconi.

    Silvio Berlusconi im Sozialdienst

    Aus Echo der Zeit vom 11.10.2013

    Seit Jahren wettert Italiens Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi gegen Richter und Staatsanwälte, die ihm das Leben schwer machen. Seit kurzem setzt ihm eine weitere Berufsgattung zu: die SozialarbeiterInnen.

    Massimo Agostinis