«Better together» als allein

Die Bevölkerung Schottlands hat sich mehrheitlich gegen die Unabhängigkeit von Grossbritannien ausgesprochen. Nach Auszählung aller Stimmbezirke gewinnt das «No»-Lager mit 55,3 Prozent die Ausmarchung.

Unabhängigkeits-Referendum in Schottland

  • Das Schlussresultat: 55,3 Prozent der Schotten stimmten gegen die Unabhängigkeit von Grossbritannien.
  • In allen 32 Stimmkreisen sagten 2'001'926 «No» und 1'617'989 «Yes».
  • Der Chef der schottischen Nationalisten Alex Salmond akzeptiert die Niederlage.
  • Der britische Premier David Cameron gratuliert den Unabhängigkeitsgegnern und gesteht Schottland mehr Autonomie zu.
  • Die Gegner der Unabhängigkeit nehmen das Ergebnis mit Begeisterung auf. Kampagnen-Leiter Alistair Darling zeigte Verständnis für die Enttäuschung des «Yes»-Lagers.
Der Ticker ist abgeschlossen.
  • 11 :43

    Mit dem Tweet der Unabhängigkeitsgegner verabschieden wir uns. Das war der Liveticker zum Unabhängigkeitsreferendum in Schottland. Laufende Updates und Hintergründe erhalten Sie weiterhin unter srf.ch/news oder via Twitter @srfnews.

  • 11 :01

    Der scheidende EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso begrüsst das «Nein» Schottlands zur Loslösung von Grossbritannien. «Das Ergebnis ist gut für ein einiges, offenes und stärkeres Europa, für das die EU-Kommission steht.» Die Kommission begrüsse zugleich die Tatsache, dass Schottlands Regierung und Bevölkerung wiederholt ihr Engagement für Europa bekräftigt habe.

  • 10 :49

    Grossbritannien wird nach dem Schottland-Referendum weiter ein führende Rolle in der Nato spielen. Das sagt Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen. «Ich begrüsse die Ankündigung von Premierminister (David) Cameron, dass das Vereinigte Königreich als geeintes Land vorangehen wird.»

  • 10 :45

    Spaniens Regierung feiert mit Blick auf die Separatismus-Bewegungen im eigenen Land den Sieg der schottischen Unabhängigkeits-Gegner. Das Ergebnis des Referendums sei eine «gute Nachricht für uns alle, die seit Jahrzehnten am Aufbau Europas teilnehmen», erklärte der für die EU zuständige Staatssekretär Iñigo Méndez de Vigo in Madrid. Die EU stehe zur Zeit vor vielen Herausforderungen und ein Zerfall sei das Letzte, was sie brauche.

  • 10 :28

    Bereits gegen Mitternacht hatte es im Lager der Unabhängigkeitsgegner ersten Jubel gegeben.

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    Jubel in Edinburgh

    0:23 min, vom 19.9.2014

  • 9 :53

    Das «Nein» der Schotten ist auch an der Schweizer Börse mit Erleichterung aufgenommen worden. Der Leitindex stieg im frühen Geschäft um 0,4 Prozent auf 8746 Punkte und erreichte ein neues Mehrjahreshoch. Damit falle ein schwerer Unsicherheitsfaktor weg, der die Märkte in den vergangenen Wochen gelähmt habe, hiess es im Markt.

  • 9 :52

    Der Entscheid in Schottland sorgt in Brüssel für Erleichterung. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz begrüsste das Endergebnis. «Ich gebe zu, mich erleichtert das Ergebnis.» Die Volksabstimmung sei «ein innerstaatlicher, demokratischer Prozess in Grossbritannien» gewesen, «wo das Referendum anerkannt wurde durch die Regierung in London». Zur Frage nach der Bedeutung der Abstimmung für andere Abspaltungsbestrebungen in der Europäischen Union, etwa in Katalonien, Flandern oder Südtirol, sagte Schulz, es hänge viel davon ab, was nun in Schottland geschehe. Sollte Schottland «unter dem Dach des Vereinigten Königreichs» zu einer «vernünftigen» Selbstbestimmung kommen, könne dies «ein Modell werden, das auch zur Befriedung in anderen Regionen beitragen kann».

  • 9 :46

    Die Unabhängigkeitsbewegung erzielt im grössten Stimmbezirk Glasgow eine Mehrheit von 53,5 Prozent. Insgesamt verbuchten aber die Nationalisten nur vier von 32 Stimmbezirke für sich.

  • 9 :38

    Die Abstimmung über eine Unabhängigkeit Schottlands von Grossbritannien haben 55,3 Prozent der Stimmenden abgelehnt. Dem Endergebnis zufolge kam das Nein-Lager auf mehr als zwei Millionen Stimmen, 1,85 Millionen Stimmen hätten zur Ablehnung gereicht. Die Beteiligung erreichte einen Rekordwert von 84,6 Prozent.

  • 9 :34

    Die BBC vermeldet das Endresultat.

  • 9 :31

    Grossbritanniens Premier David Cameron sagte in London, die Regierung hätte die Regierung verhindern können. «Aber es wäre nicht richtig gewesen, sich wegzuducken.» Es sei auch richtig gewesen, eine klare Frage auf dem Stimmzettel zu stellen. Diese sei nun mit einem Nein zur Unabhängigkeit beantwortet worden.

  • 9 :17

    Der letzte Stimmbezirk ist ausgezählt. In den Highlands stimmten laut der BBC 52,92 Prozent gegen die Unabhängigkeit Schottlands.

  • 9 :13

    Das Nein zur Unabhängigkeit ist eine klare Sache. Hier sehen Sie, wie die einzelnen Wahlbezirke stimmten.

    Karte

    Bildlegende: pd

  • 9 :09

    Harry-Potter-Autorin J.K. Rowling verbrachte offenbar die ganze Nacht vor dem Fernseher. Sie ist stolz auf den demokratischen und friedlichen Prozess.

  • 8 :41

    Die linksliberale spanische Zeitung «El País» kommentiert, dass die Abstimmung in Schottland zwar ein makelloser demokratischer Prozess gewesen sei, aber es sei offensichtlich, dass die Abstimmung zu einem schlechten Zeitpunkt stattgefunden habe. Die Erfahrungen aus dem Prozess, den die Schotten gestern abgeschlossen hätten, müssten eine Lehre für alle Europäer sein. «In Gesellschaften, die sich Öffnungs-, Wohlstands- und Integrationsprojekten verpflichten, sind Abspaltungen, so friedlich und zivilisiert sie auch scheinen mögen, immer eine schlechte Nachricht. Und die Folgen bezahlen wir alle.»

  • 8 :33

    Das britische Pfund legt nach dem Verdikt der Schotten im Vergleich zum Dollar leicht zu.

  • 8 :29

    David Cameron sagte in seiner Ansprache vor seinem Regierungssitz: «Es ist ein klares Resultat für eine gemeinsame Zukunft in Grossbritannien.» Es sei jetzt Zeit für Grossbritannien zusammenzukommen und zusammen vorwärts zu schreiten. Die britische Regierung hätte versuchen können das Referendum zu verhindern. Cameron outete sich als begeisterter Vertreter des Vereinigten Königreichs. Gleichzeitig sei er aber auch ein Verfechter der Demokratie. Es sei richtig den Schotten das Recht einzuräumen ihre Meinung zu sagen.

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    Cameron: «Es hätte mir das Herz zerrissen»

    0:19 min, vom 19.9.2014

  • 8 :23

    David Cameron hat den Schotten zu ihrer mehrheitlichen Ablehnung einer Unabhängigkeit gratuliert. «Wir haben den festen Willen der Schotten gehört», sagte Cameron in der Londoner 10, Downing Street. «Das schottische Volk hat gesprochen und das Resultat ist klar.» Es sei nun Zeit, sich gemeinsam für eine bessere Zukunft zu engagieren.

  • 8 :19

    Der britische Premierminister David Cameron stellt den Schotten mehr Befugnisse in Aussicht. Ein entsprechender Gesetzentwurf solle bis Januar veröffentlicht werden. Die schottischen Nationalisten werden nach Angaben des britischen Premierministers David Cameron an Gesprächen über stärkere regionale Befugnisse Schottlands teilnehmen.

  • 8 :14

    Die Gegner der schottischen Unabhängigkeit haben das Ergebnis mit Begeisterung aufgenommen. In den Stimmbezirken, in denen die «No»-Kampagne gegen die Unabhängigkeit die Mehrheit der Stimmen bekam, bejubelten die Unionisten schon in der Nacht lauthals ihren Sieg. Auch auf den Strassen der Hauptstadt Edinburgh waren am Freitagmorgen die «Nein»-Wähler erleichtert darüber, dass Schottland ein Teil Grossbritanniens bleibt. Der Labour-Politiker und ehemalige britische Schatzkanzler Alistair Darling, der die Kampagne gegen die Unabhängigkeit angeführt hatte, zeigte Verständnis für die Enttäuschung der Unabhängigkeitsbewegung. Es sei jetzt wichtig, das geteilte Land wieder zusammenzubringen.

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    Alistair Darling zeigt Verständnis für die Enttäuschung

    0:42 min, vom 19.9.2014