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International Bewohner des «Dschungels» von Calais sollen Lager räumen

Er wird der «Dschungel» genannt. Der illegale Teil des Flüchtlingslagers bei Calais. Den dort lebenden Menschen haben die lokalen Behörden nun eine Frist zum Verlassen des Lagers gesetzt und Alternativen genannt.

Zelte und Sanitärhäuschen auf schlammigen Boden
Legende: Die Bedingungen im Lager sind prekär. Die Behörden wollen den «Dschungel» nun räumen. Keystone

Die französischen Behörden haben den Bewohnern des Flüchtlingslagers von Calais eine Frist bis Dienstag gesetzt, um den südlichen Teil des Geländes zu verlassen. Danach werde man das Gelände schrittweise räumen, teilten die Behörden von Pas-de-Calais mit.

In einer Heidelandschaft in der Nähe des Hafenzubringers leben in Zelten und Baracken mehrere Tausend Migranten, die illegal nach Grossbritannien gelangen wollen. Die Slum-ähnlichen Bedingungen und die Versuche der Menschen, auf Züge oder Lastwagen zu gelangen, sorgen seit Monaten für Schlagzeilen.

Rund 1000 Menschen betroffen

Nun soll etwa die Hälfte des Lagers geräumt werden, betroffen sind laut Schätzung der Behörden 800 bis 1000 Menschen. Ihnen soll eine Unterkunft in einem in den vergangenen Monaten eingerichteten provisorischen Containerlager auf dem Gelände oder in Aufnahmezentren in anderen Regionen Frankreichs angeboten werden.

Mehrere Hilfsorganisationen hatten die Ankündigung der Räumung kritisiert, weil sie aus ihrer Sicht nicht von «echten alternativen Lösungen» begleitet wird. Die Behörden kündigten schon mehrmals die Räumung des Lagers an.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Diese Illegalen sind nach wie vor freiwillig im Zeltlager, obwohl ihnen längst Asyl in Frankreich gewährt worden wäre. Unter den Flüchtlingen hat sich herumgesprochen, dass in GB Häuser und viel Sozialhilfe auf sie warten Auch hier handelt es sich nicht um die hochqualifizierten Asylanten, die LKW-Fahrer bedrängen, wie in den letzten Wochen ersichtlich war. Es sind kriminell gewordene aggressive junge Männer, die sich einfach auf Kosten anderer ein schönes Leben mit Sozialhilfe machen wollen.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Lastwagenfahrer erleben die Flüchtlingskrise im französischen Küstenort Calais als Bedrohung ihrer eigenen Sicherheit. Fahrer würden mit Steinen beworfen und mit Messern bedroht, wenn sie versuchen zu verhindern, dass Flüchtlinge bei ihnen einsteigen, berichtete letztes Jahr der Bundesverband Güterkraftverkehr.
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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Und genau dieses Flüchtlingsproblem hätte auf dem "Füchtlingsgipfel" mit Cameron besprochen werden müssen. Die EU ist ihm entgegengekommen, folglich hätte man von ihm verlangenkönnen, wenigstens einen ersten Teil der Flüchtlinge aufzunehmen. Diese Bedingung hätte gestellt werden müssen, ohne wenn und aber.
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    1. Antwort von R. Glättli (R. Maier-G.)
      Wer will schon so wählerische "Flüchtlinge"!
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    2. Antwort von Erwin Jenni (ej)
      @CW: Was reden sie denn da für ein Wirrwarr zusammen? Warum soll Cameron der EU hier entgegenkommen? Nennen sie mir hier nur einen plausiblen Grund? All diese " Gestrandeten" sind illegale Migranten, vornehmlich aus Nordafrika, die nur aus einem Grund nach England wollen: Sozialleistungen ab dem ersten Tag und untertauchen bei Verwandten! Wissen sie um den wirtschaftlichen Schaden, den solche Migranten, die meist halsbrecherisch auf irgend einen Truck aufsteigen, jeden Tag verursachen?
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    3. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Und ich bleibe bei dem Wirrwarr den ich da zusammen rede. Mit den Sozialleistungen ist es jetzt ja zu Ende in England. In Frankreich verursachen sie die gleichen Kosten. Die EU ist England entgegengekommen, die Gründe meines Wirrwarrs will ich an dieser Stelle nicht anbringen. Aber nennen Sie eine Möglichkeit wie sie zurück sollen. Da könnte sich England daran beteiligen, und das bleibt meine verwirrte Meinung.
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    4. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Und eine Möglichkeit sehe ich in meiner Verwirrtheit noch. Frankreich wie England sind See-Nationen. Sie verfügen über grosse Schiffe. Also die Migranten so nach Afrika zurück bringen. Dies wäre mal ein Zeichen gesetzt. Zurück laufen können sie ja nicht.
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    5. Antwort von Christa Wüstner (Saleve2)
      Wer will schon so wählerische Flüchtlinge? Niemand Herr Glättli.. Folglich ist es richtig, das Lager aufzulösen und sie nicht neu zu verteilen. Ab damit in Ihre Heimat .es sind ja Migranten und keine Flüchtlinge. Und ich bleibe dabei, zusammen mit England. Sie bedrohen ja auch englische Lastwagenfahrer massivst.
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