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International Bienensterben: EU-Pestizidverbot scheitert

Wer ist schuld am Bienentod? Die EU-Kommission hat bestimmte Pestizide als Ursache festgemacht – und kann sie trotzdem nicht verbieten. Sie scheitert am Nein einiger EU-Länder. Der Agrochemiekonzern Syngenta bewertet das Ergebnis positiv.

Ein von der EU-Kommission zum Schutz der Bienen vorgeschlagenes Teilverbot bestimmter Pestizide ist zunächst am Votum von Deutschland und Grossbritannien gescheitert. Die beiden Staaten enthielten sich in der Abstimmung.

Das reichte, um weder den 13 Befürwortern noch den 9 EU-Staaten mit ablehnender Haltung die nötige Mehrheit zu verschaffen. Die EU-Kommission kann nun ihren Vorschlag überarbeiten und später erneut vorzulegen.

EU-Gesundheitskommissar Tonio Borg will den Einsatz von drei sogenannten Neonicotinoiden für den Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps sowie Baumwolle für mindestens zwei Jahre verbieten.

Uneinigkeit bei Folgen von bestimmter Pestizidnutzung

Kritiker warnen, dass Neonicotinoide neben Vergiftungen auch dazu führen können, dass Bienen ihren Orientierungssinn verlieren und nicht mehr in die Bienenstöcke zurückfinden.

Der Agrochemiekonzern Syngenta begrüsste das Scheitern der geplanten Teilverbots von Pestiziden. Syngenta forderte die EU dazu auf, den Kampf gegen die eigentlichen Gefahren für die Bienengesundheit zu verstärken und ihre Fokussierung auf Pestizide auf Neonicotinoid-Basis zu beenden. Diese hätten positive volkswirtschaftliche und ökologische Effekte.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von U Huber, FN in D
    Und welche sind nun "die eigentlichen Gefahren für die Bienengesundheit" wenns die Chemie nicht ist?
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  • Kommentar von Franz NANNI, Nelspruit SA
    Man spricht von Ethik, Gewinnen.. Moral... Bio... alles unwichtig!!!! Han Laban bringt es auf den Punkt, ohne Bienen werden des Menschen Probleme bald keine mehr sein, weil es den Menschen dann nicht mehr geben wird.. ganz einfach! Heute.. morgen ... nein ganz bestimmt nicht, aber im Uebermorgen...
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  • Kommentar von Gunnar Leinemann, Teuffenthal
    Wir können alle aktiv etwas für die Bienen und gegen den Pestizideinsatz tun: Vermehrt Bio-Produkte kaufen! Trotz der schwarzen Schafe, die es auch dort gibt.. es ist die bessere Wahl. Für eine Welt, in der wir auch morgen noch leben können! Oder ist uns das dann doch wieder zu teuer? Und immer daran denken: Bio ist vielleicht nicht IMMER bio – Konventionell dafür aber immer konventionell.
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    1. Antwort von Beppie Hermann, Bern Bio Suisse
      Möchte Ihren guten Bericht präzisieren: es sollten einheim.Bioprodukte sein,möglichst direkt vom Hof aus naher Umgebung.Kunden können so den Hof selber beurteilen,Kinder erleben,woher ihre pflanzl.+tier.Lebensmittel kommen,finden vielleicht sogar die Möglichkeit,selber zu ernten/anzupflanzen,Eier aus dem Nest,die Äpfel vom Baum,den Salat aus dem Garten,das Mehl aus der Mühle zu holen.Schlimm,wie viele Kinder heute Obst+Gemüse grusig finden,wenn sie es nicht im Plastik verpackt sehen.
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