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International Bienensterben: EU verbietet Pestizide – Schweiz zieht mit

Die EU-Kommission will bestimmte Pflanzenschutzmittel vorübergehend verbieten. Damit soll das Bienensterben in Europa gestoppt werden. Umweltschützer fordern, dass auch der Bundesrat handelt. Die Schweiz will nachziehen.

Legende: Video EU und Schweiz gegen Bienensterben abspielen. Laufzeit 2:09 Minuten.
Aus Tagesschau vom 29.04.2013.

Die EU-Kommission will bestimmte Pflanzenschutzmittel zum Schutz von Honigbienen vorübergehend verbieten. Die Behörde beschloss in Brüssel, die Verwendung sogenannter Neonikotinoide zunächst für zwei Jahre zu untersagen.

Nach dem EU-Kommissionsentscheid will auch das Bundesamt für Landwirtschaft (BLW) nachziehen. Es hat angekündigt, die Bewilligung der drei Insektizide ebenfalls zu suspendieren.

Die Pestizide sind nach Erkenntnissen der EU für das Sterben vieler Bienenvölker in den vergangenen Jahren mitverantwortlich. Zu den Produzenten gehören der deutsche Chemiekonzern Bayer und der Basler Pflanzenschutz- und Saatgutkonzern Syngenta. Beide hatten das Verbot im Vorfeld als unverhältnismässig kritisiert.

Der Einsatz der Nervengifte für den Anbau von Mais, Sonnenblumen, Raps und Baumwolle ist in der EU ab 1. Dezember 2013 untersagt, wie ein Vertreter der EU-Kommission sagte. Mit den Chemikalien behandelte Samen dürfen ab dann weder verkauft noch ausgesät werden.

In der entscheidenden Sitzung in Brüssel stimmten 15 der 27 EU-Länder für den Vorschlag der EU-Kommission. Deutschland hatte sich bei einer ersten Sitzung im März noch enthalten, stimmte jetzt aber für das Verbot, wie ein EU-Diplomat sagte. Die endgültige Entscheidung lag bei der EU-Kommission, die das Verbot ebenfalls befürwortete.

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Beppie Hermann, Bern
    Die Natur bringt Krankheiten hervor,meist kurz+heftig,gedacht zur Regulierung in Flora+Fauna,zu der wir gehören.Da wir jedoch meinen,etwas Höheres zu sein,uns dafür sogar noch Prädikate wie sapiens od.Krone der Schöpfung verliehen haben,erlauben wir uns,selbstherrlich in die Natur einzugreifen.Verbauungen,Umgestaltungen,Überdüngungen,Einsatz von Kunstdünger,Pesti-+Herbiziden,Hormone,Medikamente usf machen Leiden zum Dauerproblem,generieren neue.Kein Lebewesen ist so dumm+eingebildet.
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  • Kommentar von Andreas Diethelm, Zürich
    Erfreulich ist, dass Bayer und Syngenta ihren «Massnahmenplan für Bienen», der Bauern u.a. zu mehr pollenreichen Ackerland-Streifen verpflichten sollte, um den Bienen bessere Lebensbedingungen zu bieten, nun zusammen mit der EU-Behörde umsetzen. Es sei denn, dieser Plan sei bloss ein PR-Versuch gewesen, den Kommissionsentschied in ihrem Sinn zu beeinflussen, was ich natürlich nicht unterstellen möchte. SRF wird da doch wohl dran beleiben, oder?
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  • Kommentar von Raphael Sägesser, Wädenswil
    Liebe Tagesschauredaktion Beim beginn eures Beitrages zum Schutz von Bienen vor Pestiziden. Zeigt euer Bild links von Herrn Gredig, eine Schwebefliege und keine Biene. Aber nicht so tragisch, auch bei diversen anderen Medien werden Schwebefliegen als Bienen benennt.
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