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Terror in Manchester Bisher zehn Festnahmen, zwei Personen wieder frei

Acht Personen befinden sich im Zusammenhang mit dem Anschlag in Untersuchungshaft.

Die Fahndung nach Komplizen des Selbstmordattentäters läuft unvermindert weiter.
Legende: Die Fahndung nach Komplizen des Selbstmordattentäters läuft unvermindert weiter. Imago
  • Die Polizei in Manchester meldet eine weitere Festnahme im Zusammenhang mit dem Anschlag vom Montag.
  • Die Zahl der festgenommenen Verdächtigen erhöht sich damit auf zehn, wobei nach Entlassung eines Mannes und einer Frau noch acht Personen in Gewahrsam sind.
  • Inzwischen nähern sich Grossbritannien und die USA an. Die US-Behörden würden Ermittlungsinformationen vertraulich behandeln.

Mit einem Grossaufgebot an Ermittlern versucht die Polizei in Grossbritannien das islamistische Terrornetzwerk des Selbstmordattentäters von Manchester aufzuklären. Sie geben dabei auch wieder Informationen an die US-Behörden weiter, nachdem US-Präsident Donald Trump der britischen Premierministerin Theresa May zugesagt hat, Informationslecks zu schliessen.

Die Briten hätten «neue Zusagen» erhalten, dass den US-Behörden vertrauliches Material anvertraut werden könne, sagte Mark Rowley, der oberste britische Terror-Ermittler.

US-Medien meldeten Täter als erste

Das Vertrauen zwischen den Partnern war getrübt, nachdem US-Behörden US-amerikanischen Medien britische Ermittlungsergebnisse zugespielt hatten, die aus Fahndungsgründen noch geheim gehalten werden sollten.

Die britische Regierung vermutet, dass US-Geheimdienstquellen forensische Aufnahmen vom Tatort an die «New York Times» weitergegeben und damit die Ermittlungen in Gefahr gebracht haben. US-Medien hatten auch als erste den Namen des mutmasslichen Attentäters publiziert.

Acht Männer noch in U-Haft

Die britische Innenministerin Amber Rudd ging davon aus, dass die höchste Terrorwarnstufe noch «ein paar Tage» lang gelten werde. Die Polizei nahm am Morgen nach eigenen Angaben einen weiteren Verdächtigen im Stadtteil Moss Side von Manchester fest. Zudem durchsuchten die Beamten zwei weitere Häuser in Moss Side und bei St. Helens westlich von Manchester.

Insgesamt zehn Personen seien zwischen Dienstag und Freitag wegen Terrorverdachts festgenommen worden. Davon befinden sich derzeit noch acht Männer im Alter zwischen 18 und 38 Jahren in Grossbritannien in Untersuchungshaft.

Darunter ist auch der ältere Bruder des mutmasslichen Selbstmordattentäters. Zwei weitere Verdächtige, ein 16-jähriger Jugendlicher und eine 34-jährige Frau, seien inzwischen wieder auf freiem Fuss.

Bei dem Selbstmordanschlag am Montagabend auf Besucher eines Pop-Konzerts hatte ein Brite libyscher Abstammung 22 Personen mit in den Tod gerissen. Ausserdem wurden 116 Personen zur Behandlung von Verletzungen in Spitäler gebracht.

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3 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Die osteuropäischen Länder brauchen sich bezüglich Terroranschlägen keine grossen Sorgen machen. Aufgrund der geringen Sozialleistungen will in der Tat kein muslimischer Migrant/angeblicher Flüchtling dort hin. War nicht kürzlich auch der letzte "verteilte Flüchtling" aus Lettland gen Westen weiter gereist? Die Osteuropäer brauchen auch keine Ausreden mehr damit sie keine angeblichen "Flüchtlinge" aufnehmen müssen.
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    1. Antwort von Seraina Bieri (Penelope)
      Guten Morgen Herr Kerzenmacher. Ich verstehe (noch) nicht ganz, inwiefern Ihr Kommentar - vor allem die Bemerkung zu "Osteuropa" - etwas zu obigem Artikel beiträgt. Helfen Sie mir doch bitte auf die Sprünge!
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    2. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Man muss sich nur den Terror und die Gewalt in Deutschland, England oder in Frankreich anschauen die von angeblichen "Flüchtlingen" ausgeht. Die Osteuropäer sind gut beraten auf solche "Erfahrungen" vollständig zu verzichten.
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