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Blick ins AfD-Parteiprogramm Germany first

Die Alternative für Deutschland (AfD) ist fremden- und islamfeindlich. Damit machte sie am Wochenende die entscheidenden Stimmen. Die Befreiung von allem Fremden ist aber nicht das Einzige, was die Partei rechtsaussen den frustrierten Bürgern bietet. Die wichtigsten Positionen im Überblick.

Demokratie: Die AfD möchte Volksabstimmungen nach dem Vorbild der Schweiz einführen. Ausserdem sollen Bundestagsmandate auf maximal vier, das Mandat des Bundeskanzlers auf zwei Legislaturperioden beschränkt werden.

Einwanderungspolitik: Die AfD will Grenzkontrollen wiedereinführen, die EU-Aussengrenzen schliessen und die Einreise von Flüchtlingen drastisch reduzieren. Nur qualifizierte Fachkräfte sollen einwandern können. Kriminelle Ausländer sollen «zwingend» ausgewiesen werden. Wer in Deutschland geboren wurde, soll nicht automatisch einen deutschen Pass erhalten.

EU-Politik: Die AfD stellt den Verbleib von Deutschland in der EU in Frage und will über den Verbleib in der Eurozone abstimmen lassen. Die Partei möchte die EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei stoppen. Erst wenn EU-Bürger vier Jahre lang vollbeschäftigt waren, sollen sie Anrecht auf Sozialleistungen haben. Ausserdem hält die AfD den Euro für gescheitert und möchte die D-Mark wieder einführen.

Religion: Die AfD bekennt sich «uneingeschränkt zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit.» Der Staat müsse jedoch der islamischen Glaubensausübung «Grenzen setzen». Verboten werden sollen Minarette, Rufe von Muezzins sowie das Tragen von Burka und Niqab in der Öffentlichkeit. Zudem will die AfD die Beschneidung von Kindern verbieten – was nicht nur Muslime treffen würde, sondern auch Juden.

Steuern: Die AfD will die Mehrwertsteuer von derzeit 19 Prozent auf 12 Prozent senken, die Erbschafts- und Vermögenssteuer abschaffen und die Einkommenssteuer mit einem Stufentarif berechnen.

Verkehr: Die AfD lehnt ein Tempolimit von 120 Kilometern pro Stunde auf den deutschen Autobahnen ab. Sie will die PKW-Maut wieder abschaffen und ist gegen Umweltzonen in Städten, da sie nicht zur Feinstaubreduzierung beigetragen hätten.

Geschlechterpolitik: Die AfD bekennt sich zur «traditionellen Familie als Leitbild». Sie ist gegen eine «staatliche Finanzierung des selbstgewählten Lebensmodells alleinerziehend». Die Partei ist ausserdem gegen die Frauenquote. Und sie prüft eine Verfassungsklage gegen die Homo-Ehe.

Umwelt: Die AfD glaubt nicht an die Klimaerwärmung und findet Atomkraftwerke sinnvoll. Die deutschen Kraftwerke sollen daher länger laufen als derzeit geplant und es soll in die Forschung für mehr Kraftwerke investiert werden.

Text der die Postergrafik beschreibt
Wählerwanderung zur AfD

69 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Bach (TBach)
    AFD ist OK. Aber Sorgen muss sich D wegen den 10% für die Grünen Wir dürfen diesen Grünen Wahlerfolg nicht ignorieren & müssen dafür kämpfen,dass nicht fremdenmeinungsfeindliche Parolen unseren Verstand vernebeln.Die Grüne ist eine sehr gefährliche Politströmung.Die Grünen zieht auf die niedrigen Instinkte des Menschen ab..Offensichtlich lassen sich noch viele Bürger von solchen Figuren der Grünen (kussi) blenden.Schon bald zeigen sie ihr wahres Gesicht. Das macht mir Sorgen. Wacht auf Volk.
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    1. Antwort von Niklaus Bächler (sensus communis)
      Eigentlich sollten wir uns über die Vielfalt der Kommentare freuen und möglichst viele Argumente & Ansichten müssten hier eigentlich Platz haben. Doch traurig wird es dann,wenn Blogger sich einfach Texten anderer bedienen, diese einfach durch ihre politischen Präferenzen ersetzen & sich dann mit Aussagen hier brüsten,welche nicht aus ihrer Feder stammen. Man sollte eigentlich davon ausgehen können, dass hier jeder selber denken kann. Offensichtlich ist dies nicht immer der Fall. Schade,Th. Bach.
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    2. Antwort von Serena Gnabry (SerenaG)
      "Doch traurig wird es dann,wenn Blogger sich einfach Texten anderer bedienen, " Das ich Ihnen mal recht gebe N.Bächler. Das ist nämlich 1 zu 1 Mein Text. Danke für Ihren Einsatz. Ich verstehe zwar T.Bach dass er den Spiegel vorsetzen wollte und immer wieder erstaunt ist wenns der Angesprochene nicht versteht, dennoch macht man dies nicht. Bitte mit eigenen Inhalten, lieber Herr Bach. Danke.
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    3. Antwort von Thomas Bach (TBach)
      Entschuldigung Herr Bächler.Wenn ich schreibe "Die Grünen zieht auf die niedrigen Instinkte des Menschen ab..Offensichtlich lassen sich noch viele Bürger von solchen Figuren der Grünen (kussi) blenden" Und sie sagen das sei Ihr Text ist dies ein Missverständnis oder Eigentor. Dann haben wir halt mal die gleiche Meinung. I glaube wir sind politisch oft unterschiedlicher Meinung und sollten es mal zulassen, wenn wir einmal gleicher Meinung sind.Wichtig ist doch nun wie das Parlament funktioniert
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Es ist bekannt aus der Geschichte: Wenn es den Menschen schlechter geht, wählen sie nationalsozialistisch. Die Wirtschaft hat es verpasst - und sie verpasst es weiter, ihre Milliardengewinne mit der arbeitenden Bevölkerung zu teilen... Es ist nicht ein Kampf zwischen gut und böse, sondern zwischen arm und reich. Die Situation spitzt sich weiter zu in Europa - nicht nur in Deutschland.
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    1. Antwort von Marti Müller (marchman)
      Was ist da bitte Nationalsozialitisch?
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  • Kommentar von Serena Gnabry (SerenaG)
    Sehr geehrter Herr Neumann "Hier laufen die üblichen Bekannten des linken Spektrums wieder zu Hochform auf...Pragmatismus ist Fehlanzeige aber dafür Diffamierung und Rassismuskeule bis zum Abwinken...Es widert nur noch an!" Perfekt formuliert. Es kommt noch die Nazikeule dazu. Es ist nur beschämend. Ich rate diesen Menschen sich endlich zu bilden und Nachzulesen welches Leid die Nazizeit den Menschen angetan haben. Aber es bringt nichts wie Sie sagen, kein Respekt vor Andersdenkenden.
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