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International Bloggerin Sánchez kann Kuba verlassen

Für die kubanische Dissidentin und Internet-Bloggerin Yoani Sánchez ist das jahrelange Warten auf eine Ausreise vorbei. Die 37jährige checkte am Sonntag in Havanna problemlos zu einem Flug nach Brasilien ein.

Sanchez passiert die Passkontrolle.
Legende: Am Flughafen passierte Sanchez ohne Zwischenfall die Passkontrolle. Keystone

Yoani Sánchez im siebten Himmel: Die Internetbloggerin flog heute über Panama nach Brasilien. Das südamerikanische Land ist die erste Station von Sánchez auf einer mehrwöchigen Reise durch rund ein Dutzend Länder.

«Ich habe sehr intensive Tage durchlebt, und alles scheint mir wie ein Traum», sagte sie kurz vor dem Abflug. Sie wurde von ihrem Ehemann Reinaldo Escobar, Freunden und Familienangehörigen zum Flughafen gebracht.

20 vergebliche Anträge

Die Behörden hatten ihr in den vergangenen Jahren 20mal die Ausreise verweigert. Mitte Januar änderte die Regierung die Migrationsgesetze, wodurch die Kubaner eine weitgehende Reisefreiheit erhalten. Eine Sondergenehmigung oder eine Einladung aus dem Ausland ist nicht mehr erforderlich.

In Europa will Sánchez, die durch ihren kritischen Blog «Generation Y» bekanntwurde, auch die Schweiz, Deutschland und die Niederlande besuchen. Sánchez lebte von 2002 bis Sommer 2004 in der Schweiz, bevor sie nach eigenen Angaben aus familiären Gründen nach Kuba zurückkehrte.

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2 Kommentare

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  • Kommentar von Paul Löw, Basel
    Zublöd. Langam gehe den Kubahassern die Argumente aus.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Falsch, Herr Löw. Wenn Yoani Sanchez tatsächlich wie gewünscht frei ausreisen und vor allem wieder einreisen kann, ist es nicht deshalb, weil die Gebrüder Castro plötzlich "lieb" geworden sind, sondern weil dieses Recht viele Jahre lang ERKÄMPFT worden ist. Wie muss es also formuliert werden? Zu blöd, langsam gehen den Castro-Befürwortern die Argumente aus. Übrigens haben sich unsere kritischen Worte nie gegen das kubanische Volk selber gerichtet. Das ist nur sozialistische Polemik.
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