Boko Haram: Kamerun befreit 24 Geiseln

Nach dem bisher schlimmsten Terrorakt von Boko Haram auf kamerunischem Boden haben Streitkräfte des Landes 24 Geiseln befreit. Insgesamt nahm die Terrormiliz aber rund 80 Geiseln, nachdem sie zwei Dörfer angegriffen und niedergebrannt hatte.

 Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau in einer Videomessage

Bildlegende: Schlimmster Terrorakt von Boko Haram auf kamerunischem Boden: Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau. Keystone

Die kamerunischen Streitkräfte haben 24 Menschen befreit, die von der Terrorgruppe Boko Haram als Geiseln genommen wurden. Soldaten hätten die Gruppe verfolgt und dabei die Geiseln befreien können. Mijiawa Bakary, Gouverneur der nördlichen Provinz Kameruns erklärt: «Die Angreifer flohen zurück nach Nigeria, von woher sie gekommen waren.»

Am Sonntag hatten Hunderte Kämpfer von Boko Haram zwei Dörfer im Bezirk Mokolo überfallen, die Siedlungen nahe der Grenze zu Nigeria niedergebrannt und drei Bewohner getötet. Zudem nahmen sie 80 Menschen als Geiseln. Der Angriff gilt als bisher schlimmster Terrorakt von Boko Haram auf kamerunischem Boden.

Unterstützung aus dem Tschad

Erst am Wochenende waren Tausende Soldaten aus dem Tschad mit Dutzenden Panzern in Kamerun eingetroffen, um das Nachbarland im Kampf gegen Boko Haram zu unterstützen. Die Boko-Haram-Islamisten wollen im Nordosten Nigerias und den angrenzenden Gebieten einen sogenannten Gottesstaat errichten.

Sendungsbeitrag zu diesem Artikel

  • Boko Haram terrorisiert ununterbrochen

    Aus Tagesschau vom 19.1.2015

    Erneut fordert ein Anschlag der islamistischen Sekte Boko Haram in Nigeria mehrere Tote. Ein Selbstmordattentäter hat sich auf dem Markt in Potiskum, im Bundesstaat Yobe, in die Luft gesprengt. Mindestens vier Menschen dabei sind getötet worden, Dutzende wurden gemäss Augenzeugen und lokalen Medien verletzt.