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International Boko Haram tötet weiter

Die islamistische Gruppe Boko Haram setzt ihre Gewaltangriffe in Nigeria offenbar unbeirrt fort. Nach Angaben von Einwohnern attackierten Kämpfer der Extremistengruppe erneut Dörfer im Nordosten des Landes. Es soll zahlreiche Opfer gegeben haben.

Der Boko-Haram-Führer Abubakar Shekau im Mai 2014.
Legende: Abubakar Shekau soll der Führer der Boko Haram sein. Keystone/Archiv

In Nigeria ist die islamistische Gruppierung Boko Haram offenbar nicht zu stoppen. Kämpfer der Extremistenbewegung griffen erneut vier Dörfer im unruhigen Nordosten des Landes an. Die Angreifer überfielen die Ortschaften Nuwari, Musari und Walori im Staat Borno.

«Sie haben alle Dörfer abgebrannt und unser Vieh mitgenommen», sagte Bunu Kaloma aus Nuwari. Seinen Angaben zufolge wurden mindestens 15 Menschen getötet. Es gab aber widersprüchliche Berichte zu den Opferzahlen. Das nigerianische Militär war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Töten für einen islamischen Staat

Am Donnerstag sollen die Boko-Haram-Kämpfer im nahegelegenen Dorf Kolma eine Hochzeit angegriffen haben. Sie sollen um sich geschossen und Brandsätze gelegt haben.

In der Region ist das Kommunikationsnetz nur äusserst schwach ausgeprägt, Angriffe werden daher häufig erst Tage später bekannt.

Boko Haram äusserte sich zunächst nicht selbst zu den Angriffen. Die Gruppe wurde in der Vergangenheit aber immer wieder für schwere Attacken verantwortlich gemacht. Die Islamisten kämpfen für einen islamischen Staat im Norden und
Nordosten des Landes, ihr Aufstand dauert mittlerweile seit fünf Jahren an. Mitte April entführte Boko Haram über 200 Schulmädchen, was auch die internationale Gemeinschaft aufschreckte und zur Unterstützung bei der Suche nach den Mädchen animierte.

5 Kommentare

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  • Kommentar von Ch. Gerber, Basel
    An SRF: Denkt nicht mal dran diesen Kommentar zu löschen, er verstöst nicht gegen eure Netiquette. Zitat: Nigeria ist die islamistische Gruppierung Boko Haram offenbar nicht zu stoppen. Nun, dann sollten sie die USA um Hilfe bitten, die machen kurzen Prozess. Zitat: Töten für einen islamischen Staat. Gut das wir nicht in einem solchen Ort leben müssen, wo sie mit Gewallt eine Religion einführen und alles Töten wer sich wehrt. Hmm, obwohl es mir bekannt vorkommt damals mit den Kreuzzügen...
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  • Kommentar von Marc Nager, Meinier
    Seit George W. Bush die Welt mit völlig unnötigen Kriegen und Terror überzogen hat, scheint die Staatengemeinschaft jetzt einfach ins andere Extrem zu verfallen: man tut einfach nichts, niemand fühlt sich zuständig und alle - die UNO, die EU, die USA, die NATO, etc. - wollen sich mit allen Mitteln aus kriegerischen Auseinandersetzungen heraushalten. Das Resultat ist verheerend und verabscheuungswürdig: Noch nie haben auf der Welt so viele bewaffnete Konflikte gewütet! Quo vadis Menschheit???
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  • Kommentar von Bruno Hochuli, Reinach BL
    Es zeigt sich einmal mehr wie Machtlos, ja Hilflos die Afrikanischen Staaten sind. Solange die Menschen unbedingt einen Gottesstaat errichten wollen, der auf Unmenschlichkeit aufgebaut ist, wird es noch viele tausend Tote geben. Der Name Gottes sollte nicht auf so schändliche Art missbraucht werden. Der Islam macht die gleichen Fehler wie die Kreuzritter damals. Ein unrühmliches Kapitel der Kirche.
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    1. Antwort von Gianna Müggler, Basel
      @ Bruno Hochuli: Nicht der Islam (Religion!) begeht einen Fehler, sondern die Menschen, welche unfähig sind die religiösen Botschaften richtig zu interpretieren. Es gibt übrigens in jeder grossen Religion das Gebot: Behandle deinen Nächsten, wie du selbst behandelt werden willst. P.S.: Der Westen ist nicht unschuldig an der Situation in Afrika.
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    2. Antwort von Bruno Hochuli, Reinach BL
      Liebe Frau Müggler, natürlich ist nicht der Islam als Religion gemeint, sondern die Menschen. Aber ich glaube, die Leser haben es schon richtig verstanden. Es sind leider immer Extremisten und Machtmenschen, welche das Wort Gottes oder Allahs, so auslegen wie es ihnen passt. Das wird sich leider auch nie ändern.
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