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International Brics-Staaten gründen Alternative zur Weltbank

Die Brics-Staaten emanzipieren sich von den grossen Wirtschaftsmächten: Im brasilianischen Fortaleza riefen Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika eine eigene Entwicklungsbank ins Leben – als Alternative zur Weltbank und zum Internationalem Währungsfonds.

Wladimir Putin, Narendra Modi, Dilma Rousseff, Xi Jinping und Jacob Zuma.
Legende: Die Staatsoberhäupter der Brics-Staaten: Wladimir Putin, Narendra Modi, Dilma Rousseff, Xi Jinping und Jacob Zuma. Keystone

Die fünf grossen Schwellenländer Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika wollen sich eine Alternative zur Weltbank und zum Internationalen Währungsfonds (IWF) aufbauen. An ihrem Gipfeltreffen im brasilianischen Fortaleza gründeten sie dazu eine eigene Entwicklungsbank.

Die Bank mit Sitz in Shanghai soll grosse Infrastrukturprojekte in den Brics-Staaten, aber auch Baumassnahmen in anderen Ländern finanzieren.

«Alternative zur alten Weltordnung»

Der Währungsfonds, der die Mitgliedsstaaten in Krisenfällen vor Zahlungsschwierigkeiten bewahren soll, wird über 100 Milliarden US-Dollar verfügen. Jeder der fünf Staaten stellt dazu zunächst zehn Milliarden US-Dollar zur Verfügung. Das Startkapital soll später auf 100 Milliarden Dollar anwachsen.

Mit der Gründung einer eigenen Bank und eines eigenen Währungsfonds wollen die Entwicklungsländer auch eine Alternative zur alten Weltordnung schaffen, wie der US-Ökonom und Entwicklungsexperte Harold Trinkunas von der Denkfabrik Brookings sagt.

Weltbank und IWF

Die Weltbank-Gruppe stellt Finanzierungsinstrumente für langfristige Entwicklungs- und Aufbauprojekte im Bereich der Realwirtschaft bereit. Der Internationale Währungsfonds (IWF) hingegen stellt für Staaten, die oft auf Grund von Zahlungsschwierigkeiten Bedarf an Fremdwährung haben, Brückenfinanzierung bereit.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Eddy Dreier, Burgdorf
    Eine Alternative zu haben bedeutet Freiheit. Restlos den Amis ausgeliefert zu sein bedeutet Verderben, Entmündigung, Unterwerfung, Unfreiheit, Hirnwäsche. In diesem Sinne kann man da nur sagen: Jetzt kommts gut!
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  • Kommentar von J.Sand, Zürich
    Schau, schau, wer da links aussen steht! Haben am Ende die harten Handelssanktionen der EU und der USA schon Ergebnisse getätigt? Vielleicht ein Tipp nach Bern: man kann auch vorwärts!
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    1. Antwort von Thomas Käppeli, Zürich
      Es scheint einige haben vom aktuellen "Monopoly" die Schnauze voll. Alles hat irgendwo seine Grenzen und es bilden sich neue Koalitionen und Kompetenzen. Ob sie dann der Menschheit dienlich sind und Bestand haben werden, wissen die Götter und die schweigen. Mischt aber sicher unseren globalen Gemischtwarenladen wieder etwas auf.
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