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International Brite von IS-Terrormiliz geköpft

Die Terrormiliz IS hat erneut eine westliche Geisel ermordet und die Enthauptung auf einem barbarischen Video veröffentlicht. Die Ermordung des Briten war bereits angekündigt worden.

Der Brite neben einem maskierten Mann
Legende: Der Brite war im vergangenen Jahr in Syrien entführt worden. Keystone

Der 44 Jahre alte britische Entwicklungshelfer ist nach Angaben der britischen Regierung ermordet worden. Premierminister David Cameron erklärte in einem Beitrag auf Twitter, die Ermordung sei ein «Akt des absolut Bösen».

Man werde die Verantwortlichen jagen und sie zur Rechenschaft ziehen, betonte der britische Premier auf Twitter weiter.

Geisel wendet sich an Cameron

Die Terrormiliz Islamischer Staat hat im Internet Videobilder veröffentlicht, auf denen die Enthauptung der britischen Geisel zu sehen ist. Nach Angaben der Terror-Expertenplattform SITE soll auf dem knapp zweieinhalbminütigen Video mit der Ermordung einer weiteren britischen Geisel gedroht werden.

Der Entwicklungshelfer wendet sich auf dem Video kurz vor seiner Ermordung direkt an den britischen Premierminister Cameron. «Sie sind freiwillig in eine Koalition mit den Vereinigten Staaten gegen den Islamischen Staat eingetreten, genau wie es Ihr Vorgänger Tony Blair getan hat, einem Trend unter unseren britischen Premierministern folgend, die nicht den Mut finden können, Nein zu den Amerikanern zu sagen», sagte er laut SITE. Ob er diese Aussage freiwillig machte oder dazu gezwungen wurde, ist nicht geklärt.

Legende: Video Cameron kündigt harten Kampf an abspielen. Laufzeit 0:46 Minuten.
Aus Tagesschau vom 14.09.2014.

Echtheit wird noch geprüft

Das britische Aussenministerium hält das Video für echt. Cameron erklärte, Grossbritannien werde alles tun, um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen. Oppositionsführer Ed Miliband bezeichnete das Verbrechen als «eine widerwärtige, barbarische Tötung.»

Nach einem Bericht der BBC handelt es sich bei dem auf den Videobildern zu sehenden, maskierten Täter möglicherweise um denselben Mann mit Londoner Akzent, der bereits in den Videos mit der Enthauptung zweier US-Geiseln aufgetaucht war.

Manager für humanitäre Einrichtung

Der Brite war 2013 in der Nähe eines Flüchtlingslagers im syrischen Atmeh entführt worden. Der zweifache Vater hatte die Auslieferung von Hilfsgütern für Menschen in dem Lager koordinieren sollen. Der Brite war am Ende des Videos erwähnt worden, das die Enthauptung eines US-Journalisten zeigte. Die Terroristen hatten damals bereits mit seiner baldigen Ermordung gedroht.

Arbeit für Friedensbewegung

Der Entwicklungshelfer hatte sein Leben der Mission gewidmet, Frieden in Kriegs- und Krisengebieten zu stiften. Als er im März 2013 in die Hände islamistischer Terroristen fiel, war er für das französische Pendant des Technischen Hilfswerks in einem Flüchtlingslager im Norden Syriens im Einsatz.

Er wuchs im schottischen Perth auf. Dort lebt seine Tochter aus erster Ehe, im Teenager-Alter, mit ihrer Mutter. «Mein Vater ist ein Held», sagte sie der britischen «Daily Mail». In zweiter Ehe war der Brite mit einer Social-Media-Redakteurin verheiratet, die mit der vierjährigen Tochter in Kroatien lebt.

Einige Jahre beim Militär

Nach einigen Jahren beim Militär war er für verschiedene Hilfsorganisationen in einigen der gefährlichsten Krisenregionen im Einsatz. Zunächst half er ab 1999 Bürgerkriegsflüchtlingen in Kroatien. 2011 arbeitete er während des Bürgerkriegs in Libyen für Handicap International, einer Organisation, die in Armuts- und Konfliktregionen Menschen mit Behinderung unterstützt.

Für die US-amerikanische Nonviolent Peaceforce, die sich in Konfliktregionen für den Schutz von Zivilisten engagiert, war der Brite 2012 im Südsudan tätig. «Er war fleissig, sehr fürsorglich und hatte viel Sinn für Humor», sagte Tiffany Easthom, die bei der Nichtregierungsorganisation für den Südsudan zuständig ist, der «Daily Mail».

Weltweite Verurteilung der Tat

Nach Grossbritannien hat auch Frankreich die Ermordung der britischen IS-Geisel scharf verurteilt. US-Präsident Obama hat die Tat als barbarischen Akt verurteilt: «Wir werden international zusammenarbeiten und die Verantwortlichen für diese empörende Tat zur Rechenschaft ziehen».

18 Kommentare

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  • Kommentar von Th. Widmer, Basel
    Und bei uns in Basel wir der IZRS erneut die Bewilligung erteilt (nach dem diese aufgrund der Propaganda-Reden enzogen wurden), Ihre Propaganda-Reden am Claraplatz weiter zu halten und weitere zu Rekutieren. Das darf nicht sein, dass dieser Islamistischer Terror auch in der Schweiz Akzeptiert wird von useren linken (Insbesondere hier in Basel). Es ist ein Globales Problem das gelöst werden muss.
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  • Kommentar von O. Toneatti, Bern
    Die Saat geht auf. Was die USA und England im Irak zerstört haben, hat schon gewisse Folgen. Wenn auch die Tötung barbarisch ist, gibt es eigentlich keinen grossen Unterschied zu dem, was die Schurkenstaaten England/USA im Irak getan haben. Ob ein Mensch vergewaltigt, verbrannt oder sonstwie getötet wird, spielt keine Rolle. Jetzt suchen USA/England dumme Menschen anderer Staaten, die gewillt sind , die IS zu bekämpfen. Und sie werden sicher fündig werden unter den europaischen Nato-Vasallen.
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    1. Antwort von Juha Stump, Zürich
      Einfach Wahnsinn, was O. Toneatti immer wieder weiss!!
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    2. Antwort von Daniel Jurt, Lidingö
      @O.Toneatti - Im Irak war bis zu seinem Sturz der Diktator Saddam Hussein am knechten, foltern und morden. Seine Folterknechte sind neuerdings im Dienst von IS und befragen die oft "naiven Europäer", die zu IS stossen, nach ihren wahren Hintergründen. Man will keine Spione in den eigenen Reihen! Leider ist die Welt nicht nur gut und der Mensch nicht nur lieb! Bevor der IS in Europa und in der Schweiz terroristisch aktiv wird, wäre eine Gegenreaktion angebracht; Afghanistan 2 brauchen wir nicht!
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    3. Antwort von O. Toneatti, Bern
      Jurt@ Die USA und England sind ohne UNO-Mandat nur durch die Lügen der lächerlichen US-Geheimdienste in den Irak eingedrungen. Sie haben den Diktator Hussein liquidiert, hunderttausende unschuldige Menschen getötet oder verstümmelt und eigene, amerikahörige Diktatoren installiert, die den Schurkenstaaten USA/England erlaubten, Iraks Erdöl zu stehlen. Es war eigentlich ein Oelkrieg und nichts anderes. Täglich sterben dort bis zu 100 Menschen, die die verlogenen Amis auf ihre Kappe nehmen müssen.
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  • Kommentar von Hans Weiler, St. Gallen
    Die Brutalität einer solchen Tat soll emotional schüren. Wichtig ist den Medien die Platzierung einer solchen 'Nachricht'. Dabei ist es unerheblich, ob sie echt oder gefälscht ist, wie man auch an den meisten Reaktionen hier erkennen kann. Dann gleich noch Camerons Bestürzung mitzuliefern, heizt die Sauce weiter an. Diese Manipulationen und verdeckten Interessen aufzuzeigen, würde man von investigativem Journalismus erwarten. Was wir aber haben ist Kriegstreiberei der übelsten Sorte.
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