Zum Inhalt springen

International Briten bekommen neues AKW für 19 Milliarden Euro

Ein französisch-chinesisches Konsortium baut für 19 Milliarden Euro ein Atomkraftwerk in Grossbritannien. Ein Lichtblick für die Atomindustrie.

Block 2 in der Anlage.
Legende: Die Anlage besteht bereits, bekommt aber einen neuen Reaktor. Reuters

Die britische Regierung habe ein Abkommen mit dem französischen Versorger EDF unterzeichnet, teilte das Unternehmen mit. Das Kraftwerk Hinkley Point C mit zwei Druckwasserreaktoren des französischen Herstellers Areva soll in Somerset entstehen. Es ist der erste Neubau eines Atomkraftwerks in Grossbritannien seit 20 Jahren.

Lichtblick für Atomindustrie

An dem Konsortium ist EDF mit 45 bis 50 Prozent beteiligt. Die chinesischen EDF-Partner CGN und CNNC halten zwischen 30 und 40 Prozent, Areva 10 Prozent. Für die Chinesen ist es eine Gelegenheit, einen Fuss in den britischen Markt zu bekommen.

Das Abkommen stellt für die weltweite Atomindustrie einen Lichtblick dar. Seit der Katastrophe im japanischen AKW Fukushima kämpft sie mit hohen Akzeptanzproblemen. Die Schweiz und Deutschland haben sich für den Ausstieg aus der Atomkraft entschieden, in Italien ist ein geplantes Atomprogramm gestrichen und Frankreich strebt eine Verringerung seiner Abhängigkeit vom Atomstrom an.

12 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Orlando Schmidlin, Chur
    Wenn Solarstrom mit KEV-Abgaben subventioniert wird, ist Sinn und Unsinn und Höhe dieser Subventionen auch für die Tagesschau ein Thema. Wenn aber Atomstrom noch viel stärker subventioniert wird, werden Zuschauerinnen und Zuschauer mit keinem Wort darüber informiert. http://www.infosperber.ch/Artikel/Medien/AKW-Kernkraftwerk-England-subventioniert-Kosten-Kilowattstun
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Benedikt Jorns, Bremgarten b. Bern
    Unsere Energiestrategie ist von derart grosser Bedeutung, dass sie in die Bundesverfassung gehört. Wir haben dort den Energieartikel 89, der uns die grundsätzliche Ausrichtung unserer Energiepolitik zeigt. Einige Anpassungen an die heutige Zeit wären sinnvoll und im Schweizervolk kaum umstritten. Neben den erneuerbaren Energien sollen auch Kernkraftwerke mit der neusten Sicherheitstechnologie möglich sein. Strom aus Kohle oder Erdgas wünschen wir nicht. Mehr unter ch-strategie.ch
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Nin Guna, Zürich
    Die weltweite Atomindustrie kann sich wirklich nicht beklagen. Eigentlich überall, wo die Wohlstandsverwahrlosung noch nicht so fortgeschritten ist, damit auf diese effektivste aller Energieformen verzichtet werden kann, werden fleissig neue Kraftwerke gebaut. Und ob die Akzeptanzprobleme in D und in der CH wirklich so gross sind, bezweifle ich. Das Volk durfte schliesslich nie abstimmen. Mehr für den Strom bezahlen müssen wir nun trotzdem.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen