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Protest gegen Trump Britischer Parlamentssprecher will US-Präsident nicht einladen

John Bercow hat eine Einladung von Trump ins Unterhaus ausgeschlossen. Dies sei eine Ehre, die man sich verdienen müsse.

Legende: Video GB: Trump unerwünscht abspielen. Laufzeit 2:36 Minuten.
Aus Tagesschau vom 07.02.2017.
  • Der Sprecher des britischen Parlaments hat eine Einladung des US-Präsidenten Donald Trump ins Unterhaus ausgeschlossen.
  • Eine Ansprache vor dem Parlament sei nicht automatischer Bestandteil eines Staatsbesuchs, sondern eine Ehre, die man sich verdienen müsse, so John Bercow.

Der als Parlamentssprecher zu politischer Neutralität verpflichtete Politiker hat sich damit unerwartet in den Streit um einen geplanten Staatsempfang für Trump in Grossbritannien eingemischt und brüskierte damit zugleich die Regierung. Bercow gehört wie Premierministerin Theresa May der Konservativen Partei an.

«Ich fühle sehr deutlich, dass unsere Opposition gegenüber Rassismus, Sexismus und unser Eintreten für Gleichheit vor dem Gesetz und eine unabhängige Justiz enorm wichtige Erwägungen für das Unterhaus sind», sagte Bercow im Hinblick auf eine mögliche Trump-Rede und fügte hinzu: «Ich würde so eine Einladung nicht aussprechen wollen.»

Verfrühte Einladung

Premierministerin May hatte den US-Präsidenten bei ihrem Besuch in Washington Ende Januar zu einem Staatsbesuch mit voller zeremonieller Würdigung eingeladen. Dazu gehört eine Kutschenfahrt auf Londons Prachtstrasse «The Mall» und ein Staatsbankett im Buckingham Palace.

Kritiker warfen May vor, die Einladung verfrüht ausgesprochen zu haben. Anderen US-Präsidenten wurde diese Ehre teils erst Jahre nach ihrem Amtsantritt zuteil. Mehr als 1,8 Millionen Briten hatten eine Petition auf der Webseite des Parlaments unterzeichnet, in der gefordert wird, den Trump-Besuch herabzustufen. Zehntausende hatten tagelang dagegen demonstriert. Das Parlament will sich am 20. Februar nochmals mit dem Thema befassen.

6 Kommentare

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  • Kommentar von Christa Wüstner (Saleve2)
    Meine Meinung, eine völlig falsche Einstellung. Ladet ihn ein, hört Euch seine Rede an und gebt ihm vor Ort die Antwort die ihr richtig findet.... um Feinde zu bekommen ist es nicht nötig, den Krieg zu erklären.Es reicht, wenn man sagt was man denkt.(Martin Luther King)
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  • Kommentar von Franz NANNI (Aetti)
    GUT so... aber habt denn auch die Hosen, daran festzuhalten!!!!
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  • Kommentar von Christian Szabo (C. Szabo)
    Die Queen wird sich denken "Oh my goodness!" Sie war schon "not amused" bei G.W: Bush. Großbritannien. steht mit dem Brexit unter Zugzwang. Doch er ist auch ein Minenfeld für Politiker aus GB. Mit Trump Deals eingehen ist die eine, zurzeit notwendige Sache. Ihn mit allen Ehren zu empfangen, eine andere. Selbst in der Heimat seiner Mutter Schottland mögen den Mauerbauer nicht alle so gern. Vielleicht nur ein kurzer Widerstand eines Politikers, aber immerhin.
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