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International Britisches Parlament will keine Luftangriffe in Syrien

Das britische Unterhaus lehnt es ab, in Syrien Luftangriffe zu fliegen. Damit erteilt es den Plänen von Premierminister Cameron eine Absage. Die zuständigen Abgeordneten setzen eine Einigung der internationalen Gemeinschaft voraus.

Ein britisches Militärflugzeug hebt ab
Legende: Vorerst keine Einsätze in Syrien: Ein Flugzeug hebt in Grossbritannien ab für eine Erkundungsmission im Irak. Keystone

Der britische Premierminister David Cameron möchte auch in Syrien mit Luftschlägen gegen die IS-Terrormiliz vorgehen. Doch das Unterhaus stellt sich dagegen: Der zuständige Ausschuss des Unterhauses lehnt Luftangriffe in Syrien ab.

Eine Ausweitung der Angriffe solle es solange nicht geben, bis die internationale Gemeinschaft eine umfassende und erfolgversprechende Strategie im Kampf gegen die Extremisten entwickelt habe sowie einen Plan zur Beendigung des Bürgerkriegs.

UN-Resolution statt Alleingang

Die Abgeordneten empfehlen, eine UN-Resolution anzustreben, statt mit Angriffen ohne klare rechtliche Grundlage «weiteren Schaden» am Ruf Grossbritanniens zu riskieren. Das schreibt der Ausschuss in einer Stellungnahme. Medien zufolge sind 20 bis 30 konservative Abgeordnete gegen die Pläne, die Regierung arbeitet aber mit einer Mehrheit von nur 17 Sitzen.

Bislang greifen britische Kampfjets Ziele der Extremisten im Irak an und liefern den Alliierten Informationen zur Aufklärung des syrischen Luftraums.

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7 Kommentare

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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Eine weise Entscheidung des britischen Paraments. Die Abgeordneten fogen Cameron nicht mehr so leichtfüssig in den Krieg wie sie Blair gefolgt waren. NB - Blair hatte sich kürzlich für den britischen Einsatz im 2.Irakkrieg entschuldigt.
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    1. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ m. mitulla: Dann sollen also Ihrer Meinung nach der IS und die anderen Banden einfach weiter marodieren und auch noch die verbliebenen Syrer ermorden oder zur Flucht nach Europa treiben. Sorry, das ist doch den Kopf in den Sand gesteckt.
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    2. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      @Th. Leu. Die Nato/ USA/ GB hat bis heute noch keine Terrorzelle erfolgreich bekämpft - im Gegenteil - der Terror ist nach 9/11, insbesondere nach den Folgekriegen um Öl und Gas erst so richtig ausgebrochen. Der halbherzige Kampf der westlichen Alliierten und Saudi- Arabiens ist voll in die Hosen - und Europa bezahlt die Rechnung durch die Überschwemmung mit Flüchtlingen. NB - ich empfehle Ihnen "die Anstalt" vom 20.10. "Ein Bayer in der Botschaft".
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  • Kommentar von Susanne Lüscher (Lol)
    Die haben auch kein Recht in Syrien Luftangriffe zu fliegen, Selbiges gilt auch für die USA, Frankreich und Kanada. Gleiches gilt auch für die Saudis und der Bombardierung von Jemen. Es ist eine Schande, wo überall schon GB/USA und die EU seit den späten 80-iger Jahren Unruhen anzetteln und Länder völkerrechtswidrig bombardiert wurden. Deren "leader" gehören alle vor ein Gericht nach dem Vorbild in Kuala Lumpur, wo Bush, Blair und Cheney verurteilt wurden.
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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Der Krieg in Syrien ist ein Stellvertreterkrieg zwischen Schiiten und Sunniten, der seinen Anfang lediglich in Syrien genommen hat. Es geht dem schiitischen Machthaber in Teheran um die Transformation der staatlichen Ordnungen in Libanon, Syrien, Irak, Jemen und Jordanien. Zunächst. Wenn ausgerechnet jetzt die UN-Hilfsorganisationen über Geldmangel klagen und ihre Leistungen in den Flüchtlingslagern der Türkei, des Libanon und Jordaniens zurückfahren, ist dieser Vorgang kein Zufall.
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    1. Antwort von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
      2) Mit dem Iran-Aktionsplan haben die Westmächte die Vorherrschaft Teherans als neue globale Grossmacht und führende Ordnungsmacht im Nahen- und Mittleren Osten anerkannt. Alle Veränderungen in der Region gehen darauf zurück. Mit der grossangelegten Verlagerung der nahöstlichen und afrikanischen, jungen und männlichen Bevölkerung nach Europa, werden auch die zugrundeliegenden Konflikte künftig das hiesige Geschehen mitprägen.
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    2. Antwort von Christa lohmann (Saleve2)
      Die Konflikte werden aufgebaute Ideale der abendländischen Gesellschaft zerstören. Hier wird es zu stärken Auseinandersetzungen kommen. Der Druck von aussen, wie auch die uns fremde Kultur wird das massgebend entscheiden. Das Verhältnis eines vernünftigen Zusammenlebens ist bereits jetzt zerstört. Europa hat den Beginn verpasst, die Scherben sind zu gross um noch zusammengefügt zu werden. Die Idealisten werden ihre Hoffnungen dem auch anpassen müssen. Die Menschen sind sich selbst überlassen.
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