Britisches Parlament zitiert «Guardian»-Chefredaktor

Die Zeitung hat Dokumente von Edward Snowden publiziert. Ihr Chefredaktor muss sich deshalb dem Parlament stellen.


Titelseite der britischen Zeitung «Guardian»

Bildlegende: Die Geheimdienste ärgern sich über die Veröffentlichung von Geheiminformationen beim «Guardian». Reuters

Der Chefredaktor des britischen «Guardian» muss wegen der Veröffentlichung der Dokumente des Ex-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden vor dem britischen Parlament aussagen. Alan Rusbridger werde vor dem Innenausschuss im Unterhaus Stellung nehmen, teilte der «Guardian» mit.

Die Tageszeitung hatte unter anderem über die Aktivitäten des britischen Geheimdienstes GCHQ und dessen enge Zusammenarbeit mit dem US-Geheimdienst NSA berichtet. Nach Einschätzung konservativer Abgeordneter gefährdet das die nationale Sicherheit Grossbritanniens.

Besonders die Chefs der Geheimdienste sind verärgert. «Sie bringen unsere Operationen in Gefahr», sagte John Sawers, Chef des Auslands-Geheimdienstes MI6. Rusbridger hat dagegen die Rolle der Tageszeitung verteidigt, die seiner Ansicht nach eine Debatte über das Ausmass der Aktivitäten der Geheimdienste angestossen habe.