Nach grosser IT-Panne British Airways rechnet mit weiteren Behinderungen

Nach der schweren Computerpanne hofft British Airways auf eine schnelle Wiederherstellung des Betriebs.

Eine BA-Maschine.

Bildlegende: Es ist nicht das erste Mal, dass British Airways mit technischen Problemen zu kämpfen hat. Reuters

  • Auch zu Wochenbeginn müssen Flugreisende in Grossbritannien noch mit vereinzelten Behinderungen wegen des Computerproblems bei British Airways rechnen.
  • Der Londoner Flughafen Heathrow, das wichtigste Luftverkehrs-Drehkreuz Europas, teilte am frühen Montagmorgen mit, es gebe immer noch Störungen bei BA.
  • Die Fluglinie selbst kündigte über Twitter an, sie wolle ab Montag alle geplanten Flüge vom Flughafen London-Gatwick wieder aufnehmen. Die Langstreckenflüge von Heathrow sollten ebenfalls wie geplant starten, Kurzstreckenflüge ab Heathrow zum grossen Teil.

Nach den Computer-Problemen am Samstag und einem damit verbundenen Chaos im Flugplan lief der Betrieb auch am Sonntag noch nicht rund. British Airways teilte mit, es werde einige Folgestörungen geben, da Maschinen und Besatzung nicht an den planmässigen Flughäfen seien.

Passagiere sollten nicht zum Airport kommen, solange ihr Flug nicht bestätigt sei. Ziel sei aber, einen «nahezu normalen Flugplan» am Airport London-Gatwick zu gewährleisten und die «Mehrheit des Angebots» ab Heathrow abzuwickeln.

British-Airways-Chef Alex Cruz hatte zuvor über Twitter erklärt, dass ein Problem in der Stromversorgung den Systemausfall verursacht haben könnte. Hinweise auf einen Hackerangriff gebe es nicht. Die IT-Teams der Airline arbeiteten so hart sie nur könnten an der Behebung der Probleme.

Das Unternehmen entschuldigte sich einmal mehr für die «enorme Betriebsstörung». Angaben zur genauen Zahl der ausgefallenen oder verspäteten Flüge machte British Airways nicht.

Wegen der Probleme hatte die Fluglinie am Samstag alle Flüge von Heathrow und Gatwick abgesagt. Kunden mussten weltweit Verspätungen oder Ausfälle hinnehmen. An beiden Flughäfen herrschten am Samstag chaotische Zustände.

Von der Panne betroffen waren auch sämtliche Check-in-Systeme und das Kundencenter der Fluglinie. Den Passagieren versprach Cruz die kostenlose Umbuchung ihrer Flüge oder die volle Erstattung des gezahlten Flugpreises.

Betroffene Kunden machten ihrem Ärger in den sozialen Netzwerken Luft. Sie kritisierten vor allem eine schlechte Kommunikation seitens der Airline. In London-Gatwick sei kein Personal vor Ort gewesen, um Passagiere über die Situation zu informieren. Telefonanrufe seien nicht beantwortet worden. Viele Nutzer schrieben von einer «totalen Blamage».