Brüchiger Staudamm: Hunderttausende von Flutwelle bedroht

In der irakischen Millionenstadt Mossul geht die Angst vor einer Flutwelle um. Die USA warnen, dass der gleichnamige Staudamm bersten könnte. Die Folgen wären verheerend.

Beunruhigende Nachrichten von der US-amerikanischen UNO-Botschafterin Samantha Power: Sie warnt vor einem möglichen Bruch des Mossul-Staudamms im Nordirak. Die Folge wäre eine «Katastrophe von ungeheurem Ausmass».

Bis zu 1,5 Millionen Menschen seien einem ernsthaften Risiko ausgesetzt, so Power. Eine bis zu 14 Meter hohe Flutwelle könnte alles mitreissen, was ihr im Tal unter dem Damm in den Weg kommt. Das sind auch Relikte aus dem Krieg: Blindgänger und anderes gefährliches Material.

Lebensgrundlage für Hunderttausende

Am Tigris unterhalb des Damms leben hunderttausende Iraker. Und die Millionenstadt Mossul liegt nur 40 Kilometer südlich – ebenfalls am Ufer des Flusses.

Der Mossul-Damm ist die grösste Talsperre des Iraks. Er ist strategisch bedeutsam, weil er für die Trinkwasserversorgung und Stromversorgung Hunderttausender sorgt.

IS-Kämpfer hatten den Damm im August 2014 unter ihre Kontrolle gebracht, zwei Wochen später aber wieder an Peschmerga-Kämpfer verloren.