Bürgerkrieg in Syrien forderte bereits 70'000 Menschenleben

Die Zahl der Bürgerkriegsopfer in Syrien steigt unaufhörlich. Die Menschenrechtskommissarin der UNO mahnt ein einheitliches Vorgehen an. Doch eine gemeinsame Linie ist nicht in Sicht. Die Schweiz fordert indes einen besseren Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten.

«Bei meinem letzten Bericht waren bereits 60'000 Menschen getötet worden. Jetzt nähert sich diese Zahl wahrscheinlich der 70'000», sagte die UNO-Menschenrechtskommissarin Pillay.

Es sei schlimm, dass die internationale Gemeinschaft immer noch keine einheitliche und gemeinsame Reaktion auf den Konflikt gefunden habe. «Die Zivilisten auf allen Seiten haben dafür den Preis bezahlt.»

Menschen tragen Leichen zu Grabe.

Bildlegende: Pillay: «Den Preis zahlen die Zivilisten auf beiden Seiten». Keystone

Schweiz äussert sich

Pillay forderte den UNO-Sicherheitsrat erneut auf, den Syrien-Konflikt an den Internationalen Strafgerichtshof zu überweisen: «Das würde eine klare Botschaft an Regierung und Opposition senden, dass ihre Handlungen Konsequenzen haben.»

Die Schweiz forderte indes einen besseren Schutz von Zivilpersonen in bewaffneten Konflikten. Allzu oft würden Konfliktparteien das humanitäre Völkerrecht verletzen, sagte der stellvertretende Botschafter der Schweiz, Thomas Gürber. 

«Sicherheit und Entwicklung gehen Hand in Hand und sind der Schlüssel zu nachhaltigem Frieden», sagte Gürber. Der UNO-Sicherheitsrat müsse zu einer treibenden Kraft im Kampf gegen Straflosigkeit werden. Er rief das Gremium zum Handeln auf, wenn dieses zuverlässige Informationen über Menschenrechtsverletzungen erhalte.