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International Burkhalter erleichtert über die Freilassung der OSZE-Beobachter

Der Schweizer Bundespräsident und OSZE-Vorsitzende Didier Burkhalter zeigt sich erleichtert über die Freilassung der zweiten Gruppe von OSZE-Beobachtern in der Ukraine. Er dankte allen Akteuren, welche die OSZE unterstützt hatten, die Beobachter zu befreien.

Legende: Video «Separatisten lassen weitere OSZE-Beobachter frei (unkomm.)» abspielen. Laufzeit 0:20 Minuten.
Vom 29.06.2014.

Die ukrainischen Rebellen haben eine zweite Beobachtergruppe der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) freigelassen. Die vier Mitglieder des Teams sind in der Stadt Donezk freigekommen. Die OSZE bestätigte die Freilassung via Twitter:

Die vier Beobachter sind bereits in einem Hotel in Donezk, wie es hiess. Zu den Nationalitäten der Freigelassenen machte die OSZE keine Angaben. Erst in der Nacht zum Freitag kam eine erste Gruppe verschleppter Beobachter frei – darunter ein Schweizer.

Lob von Burkhalter

Der Schweizer Bundespräsident und OSZE-Vorsitzende Didier Burkhalter lobte den unermüdlichen Einsatz der Beobachtermission für die Freilassung der vier Teammitglieder, heisst es in einer Mitteilung.

Die vier OSZE-Beobachter waren seit dem 29. Mai in Gefangenschaft prorussischer Separatisten. Burkhalter äusserte die Erwartung, dass die Freilassung aller Beobachter den Beginn einer sich verbessernden Sicherheitssituation im Osten
der Ukraine darstellt. Dies würde der Beobachtermission die Gelegenheit bieten, ihr Mandat bestmöglich auszuüben und ihre Rolle in dem Land zu stärken, sagte er.

Drei tote Soldaten

Währenddessen gehen die Kämpfe in der Ostukraine ungeachtet der Waffenruhe weiter. Bei Slawjansk seien bei einem Angriff auf Stellungen der ukraninischen Armee drei Soldaten getötet worden, teilte ein Militärsprecher mit.

Legende: Video «Die Fronten sind verhärtet» abspielen. Laufzeit 1:18 Minuten.
Aus Tagesschau Spätausgabe Wochenende vom 28.06.2014.

Zuvor hatte die Armee mitgeteilt, dass die Nacht «mehr oder weniger ruhig» verlaufen sei. Verteidigungsminister Michail Kowal erklärte, es habe nur noch einige «Provokationen» gegeben.

Sollte aber keine friedliche Lösung für den Konflikt gefunden werden, würden diejenigen Separatisten vernichtet, die sich weigerten, ihre Waffen niederzulegen, sagte Kowal.

19 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Beutler, Beatenberg
    "Diejenigen Separatisten werden vernichtet, die die Waffen nicht abgeben.", so der ukrainischeVerteidigungsminister, gegen den übrigens ein internationaler Haftbefehl läuft. Es ist die Wortwahl, die hier befremdet. Natürlich werden die Separatisten ihre Waffen nicht freiwillig abgeben. Die Menschen im Osten/Süden der Ukraine lehnen das unter fragwürdigen Umständen in Kiew an die Macht gelangte Regime ab. Die Ukraine wird kein einheitlicher Staat mehr sein. Der Westen muss sich damit abfinden.
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    1. Antwort von Joel Vonlanthen, Luzern
      Woher haben Sie die Infos über den Haftbefehl? Quelle? Oder haben Sie den Haftbefehl selber ausgestellt, dass Sie über ihn bescheid wissen?
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  • Kommentar von HaPe Langenau, Rickenabch
    Unglaublich wie gross die Diskrepanz zwischen dem offiziellen Ton einer Meldung zur Ukraine-Krise und dem Ton der Mehrheit der Kommentare dazu ist. Mehr Realitätsabstand zwischen dem, was erzählt werden soll und dem was geglaubt wird, kann man sich kaum vorstellen. Liebe SRF-Redaktion. Habt ihr eine Erklärung für dieses Phänomen? Und wie geht man damit um? (keine rhetorischen Frage)
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  • Kommentar von A. Brunner, Zurich
    Didier Burkhalter will NICHT wissen, dass es im Ukraine-Osten eine Mehrheit gibt, die sich für handfeste VOLKS-Interessen einsetzt und mit dem Leben zu zahlen bereit ist fürs Selbstbestimmungsrecht, und sich NICHT von "EU-Fans" - wie er - über den Tisch ziehen lässt. Die Ost-Mehrheit - wie eine CH-Mehrheit - KANN ZWISCHEN DEN ZEILEN der West-Medien lesen und kennt das Schicksal aller Völker der EU, denen es REAL schlechter geht seit Unterwerfung unter das Brüsseler Banken- und Konzern-Diktat !
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