Buschbrände fordern erstes Todesopfer

Westlich von Australiens Metropole Sydney brennt es weiter. Kaum einer hat Zeit, das Nötigste zu retten. Und es bleibt gefährlich.

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Waldbrände wüten in Australien

0:21 min, aus Tagesschau am Mittag vom 18.10.2013

Bei den unberechenbaren Buschbränden rund um Sydney sind innerhalb von 48 Stunden nach Angaben der Feuerwehr mindestens 80 Häuser abgebrannt. Mehr als 30 wurden beschädigt.

Die Feuerwehr warnte, dass 20 Brände noch nicht unter Kontrolle seien. «Sie brennen aggressiv und breiten sich extrem rasant aus», sagte der Chef der ländlichen Feuerwehr. Tausende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Er sprach von den schlimmsten Buschbränden im Bundesstaat New South Wales seit zehn Jahren.

Ein Mann kam ums Leben: Der 63-Jährige aus Lake Munmorah gut 100 Kilometer nördlich von Sydney erlitt bei dem Versuch, sein Haus vor den Flammen zu schützen, einen Herzanfall.

Situation bleibt gefährlich

Karte von Australien.

Bildlegende: Von den Buschbränden ist der Bundesstaat New South Wales betroffen. SRF

Besonders schlimm traf jetzt es die Region um Springfield in den Blue Mountains 70 Kilometer westlich von Sydney. In den Blue Mountains stehen viele Eukalyptuswälder. Die Bäume sondern Öltropfen ab – das facht Buschbrände noch zusätzlich an. Dort verbreiteten sich die Flammen in Windeseile, so dass viele Einwohner nicht einmal die Zeit hatten, das Nötigste zu retten. Viele standen vor den Ruinen ihrer Häuser.

Am Freitag fielen die Temperaturen – von über 30 auf Mitte 20 Grad. Die Feuerwehr brachte viele Brände unter Kontrolle. In wenigen Tagen soll es wieder heisser werden. Die Situation sei weiter sehr gefährlich, warnte der Feuerwehrchef. «Der Kampf geht weiter, Tag und Nacht, und in einigen Regionen wahrscheinlich über Wochen.»