Buschfeuer verwüsten Touristen-Gebiet in Australien

Anhaltende Hitze und ein Blitzschlag haben im Süden Australiens ein riesiges Buschfeuer entfacht. Den Flammen sind über hundert Häuser zum Opfer gefallen. Meldungen von Toten und Verletzten gibt es bisher nicht.

Ausser Kontrolle geratene Buschbrände haben an Weihnachten mindestens 103 Häuser in der Nähe der beliebten Touristen-Route Great Ocean Road im Süden Australiens zerstört. Menschen wurden keine verletzt.

85 Häuser seien im südwestlich von Melbourne gelegenen Urlaubsort Wye River und 18 weitere im benachbarten Separation Creek niedergebrannt, erklärte der Regierungschef des Bundesstaats Victoria, Daniel Andrews. Die beiden Orte liegen zwischen den beliebten Touristenzielen Lorne und Apollo Bay.

Blitzschlag war Brandursache

Möglicherweise seien noch mehr Häuser niedergebrannt, sagte Andrews. Die Schäden seien noch nicht komplett erfasst. Die Flammen, denen bisher mehr als 2200 Hektar Land zum Opfer gefallen sind, waren zudem noch nicht unter Kontrolle. Mehr als 150 Feuerwehrkräfte und 18 Löschflugzeuge waren entlang der Great Ocean Road im Einsatz, um das Feuer einzudämmen.

Dank der Umsicht der Bewohner, die trotz Weihnachten die Warnungen ernst genommen und sich in Sicherheit gebracht hätten, sei niemand ums Leben gekommen, sagte Andrews weiter. Die Behörden forderten Touristen auf, am Wochenende die Great Ocean Road zu meiden.

Auslöser der Brände war ein Blitzschlag am 19. Dezember. Anhaltende Hitze und Winde hatten am Freitag dafür gesorgt, dass sie ausser Kontrolle gerieten. Erst in der Nacht einsetzender Regen entschärfte die Lage wieder, doch warnten die Behörden, das Feuer könnte in der kommenden Woche wieder aufflammen. Für die Neujahrstage wird wieder mit sehr heissen Temperaturen gerechnet.

Waldbrände auch in den USA

Waldbrände auch in den USA

Auch der Südwesten der USA wird derzeit von Waldbränden heimgesucht. Im Süden Kaliforniens mussten am Samstag Menschen ihre Häuser verlassen und Autobahnen gesperrt werden. Rund 450 Hektar Land wurde bereits ein Raub der Flammen. Mehr als 600 Feuerwehrleute beteiligen sich am Kampf gegen die durch heftige Winde immer wieder neu angefachten Feuer.