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International Bussen für Freier: Gesetz nimmt erste Hürde

Im Kampf gegen die Prostitution sollen in Frankreich künftig die Freier bestraft werden. Die Nationalversammlung verabschiedete den Hauptteil eines neuen Gesetzes, wonach denjenigen, die Prostituierte aufsuchen, Geldbussen von 1500 Euro drohen. Der definitive Beschluss folgt nächste Woche.

Frau von hinten, sie steht an einer Strassenlampe. Davor parken Autos.
Legende: Künftig sollen in Frankreich nicht die Prostituierten, sondern die Freier zur Kasse gebeten werden. Keystone

Wiederholungstäter würden mit 3750 Euro bestraft. Über das gesamte Gesetz soll die Nationalversammlung am 4. Dezember abstimmen, anschliessend muss sich der Senat damit befassen.

Prostitution ist in Frankreich legal. Allerdings drohen Frauen bisher bis zu zwei Monate Haft oder 3750 Euro Strafe, wenn sie potenzielle Freier aktiv anwerben. Diese Bestimmung soll nun wegfallen.

Über das Gesetz hatte es in Frankreich heftige Debatten gegeben. Prostituiertenverbände hatten dagegen protestiert. Denn sie befürchten, dass damit das Gewerbe in den Untergrund abgedrängt und für die betroffenen Frauen noch gefährlicher würde.

25 Kommentare

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  • Kommentar von Rudolf R. Blaser, Aeschi
    Diese Inquisition gründet nach gesundem Menschenverstand nicht auf moralischen Wertvorstellungen sondern dient alleine zur Mittelbeschaffung eines bankrotten Staates. Prohibition war aber noch nie erfolgreich. Sie wird ausschliesslich mafiösen Kräften zum Durchbruch verhelfen.
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    1. Antwort von A.Käser, Zürich
      Abgesehen davon,dass eben diese mafiösen Kräfte(Drogen/Menschenhandel;Prostitution)bereits so gut wie die ganze Weltwirtschaft beherrschen,ist es an der Zeit,dass wir endlich vom "Neandertaler-Syndrom"(fressen und gefressen werden) zu einer Gesellschaft mit Anstand und Kultur mutieren.Ansonsten erübrigt sich jeder weitere technische Fortschritt.Eine Weiterentwicklung des Menschen,wird unmöglich sein.Mit der gehabten Einstellung dem Leben gegenüber,landen wir direkt im Abgrund.
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    2. Antwort von Rudolf R. Blaser, Aeschi
      @ A. Käser: Votum wird verdankt. Dieses ist theoretisch richtig aber praktisch kaum durchführbar. Abgrund wird durch andere Berufe aufgetan. Ältester Beruf der Welt kann nicht innerhalb einer Generation abgeschafft werden und schon gar nicht, von heute auf morgen. Er wird ganz einfach in die Illegalität abgedrängt. Nach gesundem Menschenverstand geht es hier nur darum, dem Staat neue Einkünfte zu erschliessen.
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  • Kommentar von Lutz Bernhardt, Kreuzlingen
    Die 68er haben es mit der sexuellen Freiheit wohl etwas zu weit getrieben - jetzt verfallen ihre Kinder ins andere Extrem. "Ausgewogenheit" scheint ihnen ein Fremdwort zu sein. Aber keine Sorge, die Enkel werdens wieder richten. Gut, dass die Schweiz bei diesem Affenzirkus nicht mitmacht. Hoffentlich bleibt es auch dabei.
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    1. Antwort von Agnes Sommer, Illanz
      Die Schweiz macht bei diesem "Affenzirkus" aber mit - es gibt Vorstösse ( ;) ) dieser Art.
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  • Kommentar von Tom Duran, Basel
    Was soll das? Finden die Regierenden nichts mehr, um uns zu schikanieren? Ich stehe offen dazu, Sex gegen Geld zu machen! Warum soll das nun schlecht sein? Die Frauen die ich kenne, machen das zu 99% freiwillig. Klar gibt es Missbrauch, aber den gibt es auch in Behindertenwerkstätten und im freien Markt! Da wird ja auch nichts unternommen! Als Resultat eine Verbotes müssten die Frauen dann in Rumänien oder Bulgarien für weniger Geld anschaffen, sich schlagen lassen usw. Ist das besser?
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