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International Cameron spricht sich für Luftschläge in Syrien aus

Der britische Premier David Cameron hat bei den Abgeordneten seines Landes erneut für eine Beteiligung an den Luftangriffen gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in Syrien geworben. Der IS dürfe Syrien nicht länger als «Rückzugsort» nutzen.

Legende: Video Cameron in Kriegsposition abspielen. Laufzeit 0:16 Minuten.
Aus Tagesschau am Mittag vom 26.11.2015.
Cameron verlässt Gebäude
Legende: Ob Cameron grünes Licht für neue Massnahmen gegen den IS bekommt, ist unklar. Keystone

Premierminister David Cameron hat im Parlament bei den Abgeordneten für Angriffe gegen die Terrormiliz IS in Syrien geworben. «Ich denke, dass wir jetzt die Entscheidung treffen sollten, die britischen Luftangriffe gegen den IS auf Syrien auszuweiten», erklärte Cameron, bevor er eine Rede im Parlament halten sollte.

Es sei falsch, dass andere Länder die Sicherheit Grossbritanniens verteidigen müssten. Der IS dürfe Syrien nicht länger als «Rückzugsort» nutzen, erklärte Cameron. Die Bedrohung werde so immer grösser.

Grossbritannien beteiligt sich bislang nur an den Luftangriffen gegen den IS im Irak. 2013 war Cameron mit Plänen für eine Ausweitung des Einsatzes auf Syrien im Parlament gescheitert. Nach den Anschlägen von Paris, zu denen sich der IS bekannt hatte, unternimmt er nun einen neuen Vorstoss.

Kritik an Vorschlägen

Es wird damit gerechnet, dass er die Abgeordneten noch vor Beginn der Winterpause Mitte Dezember über Luftangriffe in Syrien abstimmen lassen will.

Ob Cameron diesmal grünes Licht von den Abgeordneten bekommt, ist aber unklar. Weil es bei seinen Konservativen einige Abweichler geben dürfte, ist Cameron auf Stimmen aus der Opposition angewiesen. Der neue Labour-Chef Jeremy Corbyn lehnt Luftangriffe in Syrien ab.

Erst Anfang November hatte auch der Auswärtige Ausschuss des Parlaments Camerons Pläne als "inkohärent" zurückgewiesen. Luftangriffe gegen den IS seien nicht sinnvoll, solange es keine klare Strategie im Kampf gegen die Dschihadisten gebe.

Hollande will breites Bündnis

Cameron hatte am Montag dem französischen Präsidenten François Hollande die Unterstützung seines Landes im Kampf gegen den IS zugesichert. Hollande bemüht sich derzeit um ein breites Bündnis im Kampf gegen den IS.

Nach dem Treffen mit Cameron reiste er am Dienstag zu US-Präsident Barack Obama nach Washington und empfing am Mittwochabend die deutsche Kanzlerin Angela Merkel im Elysée-Palast. Am Donnerstagnachmittag wird Hollande in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin beraten.

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9 Kommentare

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  • Kommentar von Kerzenmacher Boris (zombie1969)
    Dem Daesh (IS) haben sich lauter finstere Figuren angeschlossen. Kleinbürger mit sadistischen Fantasien, Kriminelle und andere Gestalten. Beim Daesh scheint diese Masche gut zu funktionieren. Muslimische Jungmänner mit Minderwertigkeitskomplex werden aus den europäischen Migranteghettos rekrutiert. Es ist auch einfach zuverlockend, wenn man befreit von jeder Moral und jeglichem Rechtso mal so richtig schön die Sau rauslassen kann. Der Daesh gehört nach allen Reglen der Kriegs-Kunst vernichtet.
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    1. Antwort von Thomas Leu (tleu)
      @ Kerzenmacher Boris: Sie haben meine volle Unterstützung.
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  • Kommentar von m. mitulla (m.mitulla)
    Cameron folgt in seiner Karriere den Spuren Tony Blairs - von einem Krieg zum nächsten. Ganz so, wie es der grosse Bruder von ennet dem Teich erwartet.
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  • Kommentar von Samuel Saurer (Sämi)
    Wie geht's denn weiter, wenn die westliche Allianz die ISIS weggebombt haben? Ganz einfach, man lässt die "Moderaten" einige Kilometer nebenan weiterhin Allahu-Akbar schreien, wüten, brandschatzen und köpfen, bis Assad vom Thron steigt und somit das ursprüngliche Ziel erreicht ist. Es stellt sich nur die Frage, inwiefern Iran und Russland diese Pläne durchkreuzen wollen.
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