Chávez wird doch nicht einbalsamiert

Der Leichnam des verstorbenen Präsidenten ist zu seiner vorläufigen Ruhestätte ins Militärmuseum eskortiert worden. Tausende Menschen säumten die Strassen. Offenbar soll Chávez aber nun doch nicht einbalsamiert werden.

Limousine mit dem Sarg Chávez'.

Bildlegende: Nach neun Tagen Trauer kommt Chávez nun vorläufig ins Militärmuseum. Keystone

Der Sarg mit den sterblichen Überresten Hugo Chávez' wurde am Freitag von einer Ehrengarde aus der Militärakademie getragen. Anschliessend wurde er unter Anteilnahme tausender Menschen bei «der letzten Fahrt des Comandante» durch Caracas ins Militärmuseum gebracht.

Angeführt wurde der Transport von Übergangspräsident Nicolás Maduro, Parlamentspräsident Diosdado Cabello und dem bolivianischen Staatschef Evo Morales. Chávez' Leiche soll in dem Militärmuseum bleiben, bis eine Entscheidung über ihren weiteren Verbleib gefallen ist.

Leichnam hätte nach Russland sollen

Was nun aber bereits bekannt wurde: Einbalsamiert soll der Leichnam doch nicht werden. Das teilte Informationsminister Ernesto Villegas über den Kurznachrichtendienst Twitter mit.

Demnach habe man die «Option der Einbalsamierung des Körpers von Comandante Chávez verworfen», nachdem ein russisches Expertenteam festgestellt habe, dass der Leichnam dazu für sieben bis acht Monate nach Russland gebracht werden müsste.

Der einbalsamierte Leichnam hätte nach ursprünglichen Plänen an der Seite des Nationalhelden Simón Bolívar im nationalen Pantheon ausgestellt werden sollen.