Chemiewaffeninspektion in Syrien kann beginnen

Die Koffer sind gepackt, die C-Waffen-Inspektoren einsatzbereit. Nach zähem Ringen liegt nun auch die formale Zustimmung Syriens für die UNO-Mission vor.

Die UNO-Untersuchung von möglichen Chemiewaffeneinsätzen im syrischen Bürgerkrieg kann beginnen. Schon seit mehreren Tagen hatte sich das Inspektoren-Team im niederländischen Den Haag für die Abreise bereitgehalten. Nun hat Syrien grünes Licht für die UNO-Mission erteilt.

Stadt Aleppo in Syrien.

Bildlegende: Nahe der Stadt Aleppo sollen im März Chemiewaffen eingesetzt worden sein. Reuters

Die Inspektoren sollen drei Orte in Syrien untersuchen, an denen möglicherweise Chemiewaffen eingesetzt wurden. Dabei handelt es sich um die Stadt Aleppo und zwei andere Orte, die jedoch nicht bekannt gegeben wurden.

Der Einsatz soll rund 14 Tage dauern, kann aber auch «in gegenseitigem Einverständnis» verlängert werden, hiess es in New York.

Assad und die Rebellen werfen sich gegenseitig vor, Chemiewaffen eingesetzt zu haben. Es liegen 13 Berichte über den Einsatz von Giftgas vor. Seit Beginn der Erhebung gegen Assad im März 2011 sind in Syrien UNO-Angaben zufolge mehr als 100'000 Menschen getötet worden.