Zum Inhalt springen

Historische Gesetzesreform Chile lockert das Abtreibungsverbot

Frauen von linken Parteien halten ein Plakat mit Parolen für eine Legalisierung der Abtreibung hoch. (Archivbild)
Legende: Diese chilenischen Politikerinnen linker Parteien forderten ein neues Abtreibungsrecht – mit Erfolg. Reuters
  • Das strikte Abtreibungsverbot in Chile gehört der Vergangenheit an: Präsidentin Michelle Bachelet hat eine entsprechende Reform des Abtreibungsrechts unterzeichnet.
  • Schwangerschaftsunterbrechungen sind künftig in drei Ausnahmefällen erlaubt: bei Vergewaltigung, Lebensgefahr für die Mutter und tödlichen Erkrankungen des Fötus.

«Wir, die Frauen Chiles, haben ein Grundrecht erobert beziehungsweise zurückerlangt: Es lautet, selbst für uns zu entscheiden, wenn wir in einer Extremsituation sind», sagte die ausgebildete Kinderärztin Bachelet.
Parlament und Verfassungsgericht hatten das Gesetz gebilligt. Umfragen zufolge wird die Reform von 70 Prozent der Bevölkerung unterstützt.
Chile galt weltweit als eines der Länder mit dem striktesten Abtreibungsverbot. Bisher standen dort auch die jetzt legalisierten sogenannten therapeutischen Schwangerschaftsunterbrechungen unter Strafe.

Keine wichtigen News verpassen

Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten per Browser-Push-Mitteilungen.

Push-Benachrichtigungen sind kurze Hinweise auf Ihrem Bildschirm mit den wichtigsten Nachrichten - unabhängig davon, ob srf.ch gerade geöffnet ist oder nicht. Klicken Sie auf einen der Hinweise, so gelangen Sie zum entsprechenden Artikel. Sie können diese Mitteilungen jederzeit wieder deaktivieren.

2 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von J. Schwyzer (Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind)
    Störend ist das Wort "Schwangerschaftsunterbrechungen". Es handelt sich hier nicht um einen Unterbruch, denn wenn eine Sache unterbrochen wird, kann diese zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgenommen werden. Eine Abtreibung ist immer und in jedem Fall ein Abbruch, denn der Eingriff kann unmöglich rückgängig gemacht werden. Man sollte dies so darstellen und die Wörter korrekt wählen. Alles andere ist eine falsche Darstellung der Situation und ist einer sachlichen Diskussion nicht dienlich.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Martin Buchmann (Buchmi)
    Jubelnde Frauen auf dem Titelbild. Irgendwie grotesk, nicht? Was würden wohl die betroffenen schutzlosen Kinder im Mutterleib sagen, wenn wir sie fragen könnten?
    Ablehnen den Kommentar ablehnen