China versuchte Nordkoreas Trotz-Diktator umzustimmen

Zwischen China und Nordkorea soll es zu Gesprächen über Nordkoreas Aufgabe seiner Atom- und Raketentests gekommen sein. Dies berichtet eine der Nachrichtenagentur Reuters bekannte Person. Die Bemühungen Chinas, Kim Jong Un zur Vernunft zu bringen, hätten indes keinen Erfolg gezeitigt.

Der nordkoreanische Gesandte Choe Ryong Hae steigt des Nachts aus einem Flugzeug. Ihm folgen weitere Mitglieder der Delegation.

Bildlegende: Der nordkoreanische Gesandte Choe Ryong Hae gab auch den Chinesen im Atomstreit einen Korb. Keystone

Vergangenen Monat hat China angeblich den nordkoreanischen Gesandten Choe Ryong Hae zu Gesprächen empfangen und versucht, das Land zur Aufgabe seiner Atom- und Raketentests zu bewegen.

Atomproblem bilateral lösen

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un habe einen Vertrauten in die Volksrepublik China geschickt, sagte ein Informant aus dem Umfeld der Gespräche. Erstmals wieder seit einem Dreivierteljahr nach dem Abrücken seines engsten Verbündeten China.

Choe habe den Chinesen bei seinem Besuch allerdings eine Absage erteilt. Stattdessen werde Nordkorea mit den verschiedenen Parteien bilaterale Gespräche suchen, hiess es in den Kreisen ohne weitere Angaben.

Die Beziehungen zwischen den Regierungen in Pjöngjang und Peking sind nach einer Serie von Raketentests angespannt. China hat Nordkorea bereits wiederholt aufgefordert, die 2008 abgebrochenen Sechs-Parteien-Gespräche zur friedlichen Beilegung des Konflikts über das nordkoreanische Atomprogramm fortzusetzen.