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Erster Übersee-Stützpunkt Chinas Armee ist bald in Afrika präsent

Militärpersonal ist auf dem Weg nach Dschibuti. Es soll dort einen chinesischen Stützpunkt aufbauen.

Zwei Soldaten in Tarnanzug und orangen Westen stehen stramm, während ein Kriegsschiff im Hafen vorbeifährt.
Legende: Die Schiffe mit Militärpersonal verlassen den Hafen von Zhanjiang in Richtung Dschibuti. Imago

Chinesische Schiffe mit Militärangehörigen sind ins ostafrikanische Dschibuti aufgebrochen. Dort sollen sie den ersten chinesischen Übersee-Stützpunkt betriebsbereit machen. Details über die Anzahl der entsendeten Einheiten und ihre Funktionen nannte Peking nicht.

Die Pläne zum Bau der ersten chinesischen Militärbasis im Ausland sind schon seit zwei Jahren bekannt. Zur Begründung hiess es damals, die Logistik-Basis werde den Kampf gegen Piraten in der Region sowie UNO-Missionen in Afrika unterstützen.

Zahlreiche Stützpunkte anderer Länder

In Dschibuti befinden sich bereits Militärstützpunkte zahlreicher Nationen. So sind die USA, Frankreich, China, Japan, Italien und Spanien sowie bald auch Saudi-Arabien dort präsent.

Dschibuti liegt strategisch günstig am Schnittpunkt von Europa, Afrika, dem Nahen Osten und Asien. Es grenzt an die Meerenge Bab al-Mendab, wo das Rote Meer auf den Golf von Aden trifft. Zudem liegt das politisch stabile und als sicher geltende Dschibuti in der Nähe vieler Krisenherde Afrikas – wie Somalia oder Südsudan.

Legende: Dschibuti liegt am Horn von Afrika. SRF

12 Kommentare

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  • Kommentar von Christophe Bühler ((Bühli))
    Die Chinesen haben viel in Afrikas Infrastruktur, Häfen, Bahnen, Strassen , Minen investiert: Von Togo über Namibia, Sambia, Südafrika bis Tansania Äthiopien etc Klar ist, diese Investments werden nun auch militärisch geschützt. Da werden die alten Kolonialmächte durch neue neokolonialistische Strukturen ersetzt. Ob es den Afrikanern nützt bezweifle ich.
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  • Kommentar von John Johnson (Kelten)
    China ist nicht auf die Präsenz ihrer Armee in Afrika angewiesen, denn rund 2/3 von Afrika stehen bereits schon heute unter wirtschaftlichen Einfluss/Kontrolle durch China. Im Gegensatz zum Westen investiert China als Gegenleistung für ihren erzielten "wirtschaftlichen Profit" viel in die afrikanische Volkswirtschaft und Infrastruktur.
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  • Kommentar von Charles Dupond (Egalite)
    Ein hochexplosives neokoloniales Pulverfass mehr, wie vor dem ersten Weltkrieg altkolonial im fernen China. Aber nicht nur viel naeher, sondern auch an einem hochbrisanten Meeresflaschenhals (Suezkanal vom indischen Ozean ins Mittelmeer), den die einen offen halten, und andere gerne selektiv sperren wuerden....
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