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International Chinesischer Investitionsboom in den USA

Chinesinnen und Chinesen kaufen in Kalifornien und in den grossen Städten der USA Häuser auf. In San Francisco werden mittlerweile 20 Prozent der Hauskäufe von Menschen getätigt, die in China leben. Sie kaufen die Immoblilien aus verschiedenen Gründen.

Ein kalifornischer Landsitz in chinesischem Besitz.
Legende: Ein kalifornischer Landsitz in chinesischem Besitz. Pacific Union

Eine schöne Villa mit Garten in Atherton, dem Wohnort des Apple-Gründers Steve Jobs. Sie kostet 5 Millionen Dollar. Ein junger Techunternehmer aus China kaufte es. Er zahlte in Bargeld, der Kauf war innerhalb einer Woche abgewickelt.

Chinesische Familien erstehen in San Francisco Wohnungen für ihre Kinder, die in den USA studieren. Aber sie kauften nicht irgendwelche Studentenwohnungen, sagt Jennifer Davis, Immobilienmaklerin bei der Firma Pacific Union: «Sie kaufen ihnen Penthouses, Luxuswohnungen für zwei bis vier Millionen Dollar».

Dreissig Prozent an Chinesen

Bei neuen Überbauungen in San Francisco sei es nicht ungewöhnlich, dass dreissig Prozent der Wohnungen von Chinesinnen und Chinesen gekauft würden, sagt Mark McLaughlin, der Chef von Pacific Union. Die eigneten sich als Zweitwohnung, denn es gebe kein Garten, um den man sich kümmern müsse. Seine Firma hat diesen Trend früh entdeckt und in China eine Niederlassung eröffnet. Sie bietet eintägige Hauskauftouren für chinesische Käuferinnen und Käufer an.

Das grosse Interesse aus China erklärt McLaughlin folgendermassen: «Sie verfolgen verschiedene Ziele: Sie wollen ihre Kinder ausbilden, sie wollen einen Ort mit hoher Lebensqualität haben, wo sie dem Smog in Peking entkommen können, wenn sie nicht dort sein müssen.» Weiter wollten sie einen Teil ihres Geldes ins Ausland bringen. Denn die chinesische Regierung könne morgen neue Restriktionen einführen und den Kapitalexport verbieten.

Auch Investitionen in Firmen getätigt

Chinesische Investoren haben im letzten Jahr für 22 Milliarden Dollar Immobilien in den USA gekauft, das ist dreimal so viel wie zwei Jahre zuvor. Rund die Hälfte davon wurden als Zweitresidenzen oder zum Weitervermieten gekauft.

Chinesinnen und Chinesen kaufen in den USA nicht nur Häuser, sie investieren auch immer häufiger in Firmen. Noch vor fünfzehn Jahren waren Investitionen aus China in die USA praktisch inexistent. Heute betragen sie 50 Milliarden Dollar. Das zeigt eine neue Studie der Wirtschaftsanalyse-Firma Rhodium Group und des National Committee on US-China Relations.

Diese Entwicklung erfolge nicht zufällig, sagt Stanley Kwong, Professor für Management and der University of San Francisco. Die chinesische Regierung habe die Kapitalkontrollen gelockert, ja sie dränge die Geschäftsleute geradezu, im Ausland zu investieren.

China will sein Wachstum bremsen

«Die chinesischen Unternehmer sollen hinaus in die Welt und dort lernen», sagt Chinakenner Kwong. Dies aus zwei Gründen: China wolle sein Wirtschaftswachstum etwas bremsen, damit sich keine Blasen bildeten. Und das Land der Mitte wolle nicht mehr die Werkbank der Welt sein: «Die neue Regierung will eine Dienstleistungswirtschaft aufbauen.» Wo könne man das besser lernen als in den USA, wo 80 Prozent der Wirtschaft aus Dienstleistungen bestehte, wie in der Schweiz. Nur die Sprachbarriere sei weniger gross, sagt Kwong.

Kalifornien erweist sich als besonders attraktiv. Durch die grosse chinesischstämmige Gemeinschaft fühlten sich die neuen Zuzügerinnen und Zuzüger hier wohl, sagt der Professor. Es kommen auch immer mehr. Vor zwei Jahren kamen erstmals mehr Menschen aus China in die USA. China löste Mexiko als grösstes Herkunftsland für die Einwanderung in die USA.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Jannis Christakos, Langenthal
    An:I.Bürgler, lbach, Einer der besten Kommentare, ehrlich Und auf den Punkt. Genau so wird es kommen wenn man so Blödsinn wie die Erbschafts- Initiative , 1:12 usw. lanciert, alles Initiativen welche abschreckend wirken und uns Schaden bringen werden und wir sollten das Gegenteil zum Ziel haben. Oft nur Profilierung von linken Einzelpersonen die dann in Luft aufgehen aber man stand im Rampenlicht, der Schaden der Kampagne im In-und Ausland bleibt jedoch.
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  • Kommentar von M,Kaiser, Rebstein
    Mein Kommentar schon wieder versteckt ? Die Wahrheit ist soooo schwer zu ertragen gell ? Habt ihr Allesamt so Angst vor den US - MSA etc . Justiz und Spionage ? Ich pfeife ernsthaft auf eine derart einseitige Meinungsfreiheit - ich weiss nur eines sicher, dass ich eine solche USA niemals besuchen werde . MfG M.Kaiser
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  • Kommentar von C. Szabo, Thal
    China setzt seinen immensen Finanzüberschuss im Verbund mit den anderen BRICS-Staaten gekonnt ein. Grossprojekte gibt es mit Brasilien (Rohstoffe, Soja, Bahn-und Flugzeugtechnik etc.), mit RU (Rohstoffe, auch Arktis, Militärtechnik, Pipelines, Anbaugebiete etc.), mit Indien (IT-Sparte, Medizin etc.). Sehr wichtig ist für China eine umfassende Bildung. Dazu nehmen sie bei den besten Anschauungsunterricht. Die USA haben China schon lange als Hauptkonkurrent ausgemacht.
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