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International Clinton und Trump siegen und siegen

Bei den Vorwahlen in fünf US-Bundesstaaten holt Trump fünf klare Siege. Auch Clinton baut ihren Vorsprung aus. Ihr demokratischer Gegenspieler Bernie Sanders hat nur noch theoretische Chancen auf den Sieg. Bei den Republikanern kommt es zum Showdown in Indiana.

Legende:
Ergebnisse der US-Vorwahlen (Stand 27. April 2016) Bei den Republikanern (rot) werden 1237 Delegiertenstimmen benötigt, um als Kandidat nominiert zu werden. Bei den Demokraten (blau) sind es 2383. washingtonpost.com

Donald Trump und Hillary Clinton haben die Vorwahlen in weiteren US-Bundesstaaten gewonnen.

Legende: Video Hillary Clinton feiert sich und ihre Partei abspielen. Laufzeit 0:29 Minuten.
Vom 27.04.2016.

Bei den Republikanern gewann in allen fünf Staaten, in denen am Dienstag gewählt wurde, der umstrittene Immobilien-Mogul Donald Trump. Er setzte sich klar gegen seine Mitbewerber Ted Cruz und John Kasich durch. Damit hat Trump seine Chancen verbessert, die nötigen 1237 Delegierten für die Präsidentschaftskandidatur vor dem Parteitag in Cleveland im Juli einzusammeln.

Clinton baut Vorsprung aus

Auch bei den Demokraten setzte sich die Favoritin durch: Clinton gewann in Maryland, Delaware, Connecticut und Pennsylvania. In Rhode Island verlor sie allerdings gegen ihren Konkurrenten Bernie Sanders. In Connecticut setzte sie sich nur knapp gegen den linksliberalen Senator durch.

Legende: Video Donald Trump lästert über John Kasich abspielen. Laufzeit 1:04 Minuten.
Vom 27.04.2016.

Die frühere Aussenministerin ist damit nur noch theoretisch von Sanders einzuholen. Dieser hatte bereits zuvor angekündigt, bis zum Schluss nicht aufgeben zu wollen.

Trump im innerparteilichen Gegenwind

Bei den Republikanern versuchen einflussreiche Kreise in der Partei seit Monaten, Trumps Kandidatur zu verhindern. Zuletzt hatten sich seine beiden verbliebenen innerparteilichen Gegner, der erzkonservative Senator Ted Cruz aus Texas und der liberalere Gouverneur von Ohio, John Kasich, gegen ihn verbündet. Sie wollen sich in Staaten wie Indiana, New Mexico und Nebraska nicht gegenseitig Konkurrenz machen.

Die Augen der Republikaner richten sich nun auf den Bundesstaat Indiana im Mittleren Westen. Wenn Trumps Verfolger Ted Cruz dort nicht gewinnen kann, hat Trump sehr gute Chancen auf eine absolute Mehrheit der Delegierten. Sollte hingegen Cruz gewinnen, dürfte es für Trump schwer werden, die Mehrheit vor dem Parteitag in Cleveland einzusammeln.

Selten spannender Parteitag erwartet

Dann könnte er die Nominierung durch ein parteiinternes Gegenmanöver noch verlieren, selbst wenn er mit den meisten Delegierten – diese entscheiden offiziell auf den Parteitagen über die Kandidaturen – nach Cleveland zieht. Wegen dieser Konstellation gilt der Parteitag schon jetzt als einer der spannendsten in der jüngeren Parteigeschichte der US-Konservativen.

Hintergrund zu den US-Wahlen

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  • Infografik: So funktioniert die Wahl zum US-Präsidenten
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9 Kommentare

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  • Kommentar von Jonathan Faye (Jonathan Faye)
    Trump, Clinton, Sanders? Da ist einer schlimmer als der andere! Kasich/J. Bush sollte POTUS werden... Sonst Trump... Das wäre wenigstens spannend, lustig und unterhaltsam!
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  • Kommentar von Thomas Meier (Thomas)
    Ronald Reagan wurde belächelt. Alle waren schockiert als er Präsident wurde. Er ging als einer der besten US Präsidenten in die Geschichte ein. Wie auch er gehört Donald Trump nicht zum politischen Etablissement. Die Amis haben genug vom Politfilz. Clinton symbolisiert aber genau diesen Politfilz. Die Mächtigen fürchten sich jedoch vor der Unberechenbarkeit von Trump und werden ihn mit allen Mitteln bekämpfen. Der übernächste Präsident würde sowieso ein "Trump" sein. Die USA will Veränderung.
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    1. Antwort von m. mitulla (m.mitulla)
      @Meier. Ronald Reagan wurde tatsächlich unterschätzt. Allerdings "einer der besten" war er nicht - sondern einer, der die USA zur absoluten Weltmacht führte. Die Mittel und Taktiken, insbesondere diejenige der Täuschung und Unterstützung von Aufständen in anderen Ländern wird in einer ARTE-Doku sauber erläutert. S. dazu "Täuschung – Die Methode Reagan". Die Doku ist im Internet abrufbar. Die derzeitige Aufrüstung und Zuspitzung der Aggressionen an vielen Orten der Welt sind keine Zufälle...
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    2. Antwort von E. Wagner (E. Wagner)
      Kam Obama nicht schon durch Versprechen an die Macht, von denen am Ende seiner Amtszeit die allermeisten „natürlich nicht“ eingehalten wurden? Nun US-Präsidenten müssen wohl lügen https://www.youtube.com/watch?v=J_souEi9gaE ..., sonst überleben sie wie auch im Fall Kennedy - ihre Amtszeit nicht!
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  • Kommentar von W. Ineichen (win)
    Wird es in den USA erstmals eine Zunftmeisterin geben?
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