Zum Inhalt springen

Trumps Dekret zur Immigration Conway begründet Einwanderungsstopp mit fiktivem «Massaker»

Die Beraterin des US-Präsidenten verwirrt mit Aussagen über einen Anschlag in den USA, den es nie gegeben hat.

Donald Trumps Beraterin Kellyanne Conway hat dessen Einreisestopp mit Hinweis auf ein «Massaker» durch irakische Flüchtlinge in den USA verteidigt – das es nach US-Medienberichten allerdings gar nicht gegeben hat.

In einem Interview des Nachrichtensenders MSNBC hatte Conway gesagt: «Ich wette, dass es den Leuten völlig neu ist, dass Präsident Obama ein sechsmonatiges Verbot des irakischen Flüchtlingsprogramms hatte, nachdem zwei Iraker in dieses Land gekommen und radikalisiert worden waren und die Drahtzieher des Massakers von Bowling Green waren. Die meisten Leute wissen das nicht, weil nicht darüber berichtet wurde.»

Allerdings gab es kein Massaker in der Stadt Bowling Green im Bundesstaat Kentucky, noch einen Einreisestopp gegen irakische Flüchtlinge, wie US-Medien berichteten.

Nach Angaben der «Washington Post» sieht die Wahrheit so aus: Zwei Iraker waren 2011 festgenommen und später zu langen Haftstrafen verurteilt worden, nachdem sie in Bowling Green versucht hatten, dem Terrornetzwerk Al-Kaida Geld und Waffen in den Irak zu schicken. Daraufhin verschärfte die Obama-Regierung die Überprüfungen irakischer Flüchtlinge.

Am Freitagmorgen schrieb Conway auf Twitter, sie habe eigentlich «Bowling Green Terroristen» sagen wollen, und verwies auf einen Medienbericht zu den Festnahmen.

28 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Markus Berner (Markus Berner)
    Es scheint mir, die Trump Administration verbreitet "alternative Fakten", um den Leuten das Verständnis für die Realität zu nehmen, denn: "Wenn man eine große Lüge erzählt und sie oft genug wiederholt, dann werden die Leute sie am Ende glauben. (...) Die Wahrheit ist der Todfeind der Lüge, und daher ist die Wahrheit der größte Feind des Staates." (Goebbels)
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Werner Feuerle (feu)
    Was heisst hier "traurige Bildung der Amerikaner"? Wenn ich jeweils die Kommentare in den Foren hier lese, staune ich immer wieder und frage mich, ob die VefasserInnen auch mal zur Schule gingen und ob sie je mal irgend echt was Weiteres zu ihrer Bildung gemacht haben!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Daniele Röthenmund (gerard.d@windowslive.com)
    Das traurige bei der Bildung die viele Amerikaner haben, Glauben das viele!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen