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Covid-19: Die Situation in Afrika
Aus Tagesschau vom 04.04.2020.
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Coronavirus weltweit Die internationale Lage in der Übersicht

  • Mit inzwischen mehr als 300'000 Infektionen sind die USA das am stärksten vom Coronavirus betroffene Land weltweit.
  • In Europa verzeichnen Spanien und Italien am meisten Infektionen.
  • Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen hat weltweit die Marke von einer Million überschritten.
  • Über 60'000 Menschen sind bislang an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Insgesamt haben sich 233'000 Personen erholt.

Europa

Spanien: In Spanien stabilisieren sich die Zahlen etwas. Die Zuwachsrate der Neuinfektionen ging bis Samstagmittag erneut zurück. Insgesamt wurden rund 7000 neue Ansteckungen nachgewiesen, die Gesamtzahl belief sich gemäss der Hopkins Universität auf über 119'000. Medienagenturen sprechen aber gar von über 124'700 Ansteckungen.

Auch die Zahl der Todesfälle ging zurück. Dennoch wurden innerhalb von 24 Stunden zum achten Mal in Folge mehr als 800 Tote verzeichnet. Die Gesamtzahl belief sich auf rund 11'700. Besonders stark betroffen sind weiterhin die Regionen Madrid und Katalonien.

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Coronavirus: In Spanien sind Krematorien überlastet
Aus Tagesschau vom 29.03.2020.
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Seit Anfang Woche gilt in Spanien eine verschärfte Ausgangssperre. Alle Betriebe, die keine «lebensnotwendigen» Güter produzieren, müssen bis Ostern schliessen.

Italien: Über 14'600 Menschen sind in Italien an den Folgen des Coronavirus verstorben – weltweit ein trauriger Rekord. Am stärksten betroffen ist weiterhin die Lombardei, dahinter folgen die Regionen Emilia Romagna und Veneto. In ganz Italien wurden am Samstagmorgen knapp 120'000 Fälle von Infektionen gezählt. An ein Ende der rigorosen Ausgangssperren ist derzeit nicht zu denken – sie wurden bis 13. April verlängert. Gemäss Regierungskreisen könnte der Lockdown aber bis zum 4. Mai dauern.

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Italien trauert
Aus SRF News vom 31.03.2020.
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Frankreich: In Frankreich ist die Zahl der Covid-19-Opfer weiter drastisch angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden seien 588 neue Todesfälle gemeldet worden, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon am Freitagabend in Paris. Seit dem 1. März seien mindestens 6507 infizierte Menschen gestorben, davon 5091 im Krankenhaus, 1416 in Altenheimen und anderen sozialen Einrichtungen. Auch die Zahl der Patienten, die auf Intensivstationen behandelt werden müssen, ist von knapp 6400 auf 6662 angestiegen, 35 Prozent seien unter 60 Jahren, wie er erklärte.

Deutschland: Auch Deutschland zählt mittlerweile mehr Fälle als China. Die Zahl der Infektionen ist laut Johns-Hopkins-Universität auf über 90'000 Fälle gestiegen. Mehr als 1200 Menschen sind an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Im ganzen Land sind Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten, viele Läden, Schulen und Kitas sind geschlossen. Jena ist die erste deutsche Stadt, in der das Tragen einer Schutzmaske vorgeschrieben wird, in Läden, dem öffentlichen Verkehr und öffentlichen Gebäuden. Die Massnahme gilt ab Montag. Mit einem Hilfspaket von 156 Milliarden sollen Familien, Beschäftigte, Selbstständige und Unternehmen in der Corona-Krise unterstützt werden.

Österreich: Ab kommendem Montag gilt in Österreich eine Schutzmaskenpflicht für Einkäufe in Supermärkten. Die Zahl der Infizierten im Land ist auf 11'500 angestiegen, 168 Todesfälle gibt es bisher zu beklagen. Seit dem 23. März gelten eine Ausgangsbeschränkung und ein generelles Versammlungsverbot. Für Teile der Arlbergregion ist die Quarantäne beendet. Die Orte Lech, Stuben, Schröcken und Warth dürften von Samstag an wieder verlassen werden, sagte Vorarlbergs Landeschef Markus Wallner am Freitag. Für die rund 1000 Saisonarbeiter, die noch in Lech seien, gelte aber ein strenges Abreisemanagement. Von der seit Mitte März herrschenden Quarantäne waren insgesamt 7500 Menschen betroffen.

Türkei: In der Türkei sind offiziellen Angaben zufolge innerhalb der vergangenen 24 Stunden weitere 69 Menschen mit Corona-Infektion gestorben. Damit sei die Gesamtzahl der Toten auf 425 gestiegen, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Freitagabend mit. Zudem seien 2786 weitere Menschen positiv getestet worden – die Zahl der offiziell gemeldeten Fälle stieg damit auf knapp 21'000. Präsident Recep Tayyip Erdogan wandte sich am Abend erneut an die Nation. Nach den Senioren ab 65 Jahren und den chronisch Kranken erteilte er nun auch den Unter-20-Jährigen ein Ausgangsverbot. Er erklärte auch das Maskentragen an belebten Orten wie Märkten oder in Geschäften für verpflichtend.

Gesamte EU: Seit dem 17. März gilt ein Einreiseverbot für die EU für 30 Tage. Ausnahmen solle es für Nicht-EU-Bürger mit dauerhafter Aufenthaltsgenehmigung, Angehörige von EU-Bürgern, Diplomaten, Ärzte, Krankenpfleger, Forscher und Experten geben. Um die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abzuschwächen, hat die Europäische Zentralbank (EZB) ein Notkaufprogramm für Anleihen in der Höhe von 750 Milliarden Euro angekündigt (knapp 800 Milliarden Schweizer Franken). EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen kündigte milliardenschwere Hilfen gegen die Wirtschaftskrise an. EU-Regeln würden gelockert, damit das Geld schnell fliessen könne. Ausserdem würden 100 Milliarden Euro für Jobs und Unternehmen aktiviert – gemeint ist ein bereits zuvor angekündigtes Kurzarbeiter-Instrument.

Vereinigtes Königreich: In Grossbritannien ist die Zahl der Virus-Toten binnen eines Tages um 684 auf 3605 gestiegen. Das ist ein Anstieg um knapp ein Viertel gegenüber dem Vortag. Königin Elizabeth wird sich am Sonntag mit einer Rede an die Bevölkerung wenden. Die auf Schloss Windsor aufgezeichnete Fernsehansprache sei für 20.00 Uhr geplant, teilt der Buckingham Palast mit. Solche Ansprachen der Königin ausserhalb der Reihe sind selten.

Queen.
Legende: Die Queen telefonierte letzte Woche während der Coronakrise mit ihrem Prime-Minister Boris Johnson, der sich zu der Zeit mit Symptomen in Selbstisolation befand. Keystone

Russland: Das Land hatte sich in der Corona-Krise vergleichsweise früh abgeschottet. Offiziell bekannt sind über 4100 Infektionen und 34 Todesfälle. Sämtliche regulären Flüge von und nach Russland sowie alle Zugverbindungen ins Ausland sind ausgesetzt, die Grenzübergänge sind geschlossen. Russland stoppte laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Interfax ab Mitternacht bis auf weiteres auch alle Flüge, mit denen im Ausland gestrandete Russen zurück in ihr Heimatland gebracht werden sollten. Ein Grund wird in der Meldung nicht genannt.

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Die Einwohner Moskaus ziehen aufs Land
Aus Tagesschau vom 31.03.2020.
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Asien

China: Die Zahl der nachgewiesenen Neu-Infektionen ist aufgrund einer neuen Zählweise deutlich gestiegen. Wie aus den Daten der Pekinger Gesundheitskommission hervorging, wurden erstmals auch Menschen in die offizielle Statistik aufgenommen, die zwar positiv auf das Virus getestet wurden, aber keine Symptome zeigten. Insgesamt gibt es derzeit laut WHO mehr als 82'000 bestätigte Infektionen. Jene ohne Symptome fliessen in diese Gesamtzahl jedoch weiterhin nicht ein. Die Zahl der Toten wird mit mehr als 3300 angegeben; überprüfen lassen sich die Angaben nicht.

Iran: Im Iran ist die Totenzahl auf 3452 gestiegen, wie es am Samstagmorgen heisst. Das sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums 158 mehr als 24 Stunden zuvor. Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen wird mit 55'743 angegeben. Das Land ist im Nahen Osten am stärksten von der Pandemie betroffen. Frankreich, Deutschland und das Vereinigte Königreich haben medizinische Güter in das Land geliefert. Die USA schliessen angesichts der Pandemie nicht aus, die Sanktionen gegen den Iran aufzuheben, wie US-Aussenminister Pompeo andeutete.

Übriges Asien: In Südkorea bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen weiter um die 100. Südkorea schickt alle Einreisenden ab dem 1. April für zwei Wochen in Quarantäne. Dies betrifft sowohl Ausländer als auch Südkoreaner. Japan: In Japan stellten Experten bislang keinen explosiven Anstieg der Coronavirus-Fälle fest. Die Zahl der Infizierten liegt bei gut 2600, 63 Menschen starben. Erstmals sind jedoch in Tokio an einem Tag mehr als 100 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie japanische Medien am Samstag berichteten, wurden an dem Tag mindestens 118 neue Fälle bestätigt. In Indien wurden bislang über 2500 Infektionen und 72 Todesfälle registriert. Seit dem 25. März gilt eine vollständige Ausgangssperre für alle 1.3 Milliarden Bürger.

USA

Seit dem 13. März gilt der nationale Notstand. Die Ansteckungen steigen weiterhin rasant an. Besonders stark betroffen ist der Bundesstaat New York. Dort gibt es inzwischen mehr als 100'000 bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus. Die Zahl der Toten sei innerhalb eines Tages um 562 auf fast 3000 angestiegen, sagte Gouverneur Andrew Cuomo am Freitag vor Journalisten. Knapp 15'000 Patienten würden wegen der Lungenerkrankung Covid-19 derzeit in Krankenhäusern des Bundesstaats behandelt, knapp 4000 davon auf Intensivstationen, sagte Cuomo.

Weltweit gibt es in den USA die meisten Coronavirus-Fälle, und sie steigen weiter sprunghaft an. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität wurden inzwischen mehr als 300'000 Infektionen registriert. Die Opferzahl lag Samstag bei 8200.

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«Schutzmasken sind empfohlen»
Aus SRF News vom 04.04.2020.
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Die US-Regierung rät entgegen der bislang geltenden Richtlinien nun auch zum Tragen von Gesichtsmasken. «Das ist freiwillig», sagte US-Präsident Donald Trump. Und fügte hinzu: «Ich habe mich entschieden, es nicht zu tun.»

Afrika

Der Kontinent war einige Zeit vom Coronavirus verschont geblieben, doch inzwischen breitet sich das Virus aus. Fast alle Länder sind betroffen. Hohe Fallzahlen wie in Europa wurden noch nicht gemeldet. Stark angestiegen ist die Zahl der bestätigten Neuinfektionen in Südafrika. Die Gesamtzahl liegt bei über 1500. Neun Menschen sind gestorben. Seit dem 27. März herrscht eine dreiwöchige Ausgangssperre. Alle Landesgrenzen sind geschlossen, der Bahn- und Flugbetrieb ist eingestellt.

Ähnliche Restriktionen traten auch in den Nachbarländern Simbabwe und Lesotho, aber auch in Ruanda sowie diversen Metropolen des Kontinents in Kraft.

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Covid-19: Die Situation in Afrika
Aus Tagesschau vom 04.04.2020.
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Andere Regionen

Australien: In Down Under machen derzeit positive Nachrichten die Runde: Australien meldet einen anhaltenden Rückgang der Neuinfektionen. Die Zuwachsrate habe sich zuletzt auf durchschnittlich neun Prozent von 25 bis 30 Prozent vor einer Woche verlangsamt, so der Gesundheitsminister. Behörden und Experten warnen allerdings vor einem Nachlassen im Kampf gegen das Virus und einer Lockerung der Kontaktbeschränkungen. Seit letzter Woche dürfen keine Ausländer mehr nach Australien einreisen. Es gilt ausserdem ein Ausreiseverbot für australische Bürger. Bislang hat das Land laut der Johns-Hopkins-Universität gut 5'300 Infektionen und 24 Tote gemeldet.

Brasilien: Präsident Jair Bolsonaro hat seinen Ton im Hinblick auf das Coronavirus geändert, nachdem er es wochenlang heruntergespielt und Einschränkungen des öffentlichen Lebens kritisiert hatte. Er sprach von der grössten Herausforderung für die aktuelle Generation. Bolsonaro führte die Massnahmen an, die die Regierung schon ergriffen habe und hob das Einfrieren der Preise für Medikamente für 60 Tage hervor. Seit über zwei Wochen protestierten täglich Tausende Brasilianer in verschiedenen Städten während der Ansprache gegen den Präsidenten und dessen ihrer Meinung nach laxen und gefährlichen Umgang mit der Covid-19-Pandemie. Vor einer Woche hatte Bolsonaro das Coronavirus im Fernsehen als Grippe heruntergespielt. Brasilien verzeichnet 8200 Fälle und mehr als 340 Tote.

SRF 4 News, 31.03.2020, 06:00 Uhr; agenturen/redaktion

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22 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Claude Weber  (WeberJC)
    Zu Russland:
    Im russ. Fernsehen wurde gerade von einem Virusherd in St. Petersburg berichtet.
    Ein Italiener soll der 0-Patient sein.
    Die Russen reagieren wie die Italiener, sperren alles ab.
    Man muss sich bewusst sein, dass das russ. Gesundheitswesen einen schlechten Ruf hat. In Städten geht es einigermassen, aber auf dem Lande ist fast nichts vorhanden.
    Das war auch der Grund, warum die Rückkehrer aus China in Sibirien von der Umwelt isoliert eingesperrt wurden.
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  • Kommentar von Jean-Claude Weber  (WeberJC)
    Ich finde es übertrieben wenn der Kanton Neuenburg neu die Skilager verbietet, denn gesunde Kinder sind meines Wissens bis jetzt nicht an dieser Infektion gestorben.
    Die sportliche Betätigung stärkt das Immunsystem.
    Das Ganze artet zu einer Hysterie aus.
    Eigentlich unüblich für uns besonnene Schweizer.
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  • Kommentar von Patrick Vonarburg  (patvon)
    Ich erwarte jetzt eine REISEWARNUNG für Italien vom BAG.
    Ich spreche nicht von einer Grenzschliessung.
    Die Reisewarnung ermöglicht vielen Leuten welche schon seit längerer Zeit eine Reise nach Italien gebucht haben, diese zu stornieren.
    Denn bis jetzt ist keine Kulanz von Reisebüros zu erwarten.
    Vor allem würden die Reiseversicherungen die Stornierungsgebühren übernehmen
    Weniger Reisen = weniger Ansteckungsgefahr.
    Wieso Das BAG zögert kann ich schlicht weg nicht verstehen.
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