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Shanghai im Lockdown
Aus Tagesschau vom 31.03.2022.
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Coronavirus weltweit Die internationale Lage in der Übersicht

  • Weltweit haben sich bislang rund 491 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Über 6.1 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus.
  • Eine Übersichtskarte der Regionen Europas mit den Fallzahlen und den Hospitalisationen gibt es hier.
  • Hier finden Sie die Fallzahlen weltweit und die Coronazahlen in der Schweiz.

Mit untenstehender Grafik lässt sich die Verbreitung des Coronavirus in bis zu sechs Ländern vergleichen – so gut, wie es die Datenbestände erlauben. Um die Vergleichbarkeit zu verbessern, werden sowohl gemeldete Infektionszahlen als auch Todesfälle im Durchschnitt über sieben Tage dargestellt. Die logarithmische Skala ermöglicht einen besseren Vergleich der Trendlinien – wer die lineare Skala bevorzugt, kann diese auswählen.

Europa

Die EU-Staaten wollen bei einer möglichen vierten Corona-Impfung einheitlich vorgehen. Die EU-Kommission werde «innerhalb kürzester Zeit auf Basis wissenschaftlicher Expertise eine Empfehlung zur vierten Impfung erarbeiten», sagte der deutsche Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD).

Karl Lauterbach, Deutscher Gesundheitsminister.
Legende: Die Gesundheitsminister der EU-Länder hätten seinen Vorschlag, die nationalen Impfstrategien anzugleichen, mehrheitlich unterstützt, sagte Lauterbach. Keystone

Deutschland: In Deutschland sind die meisten landesweiten Corona-Schutzmassnahmen gefallen. Ein Grossteil der Deutschen will laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA nach Ende der Maskenpflicht beim Einkaufen weiterhin Maske tragen. 63 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus.

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz und Gesundheitsminister Karl Lauterbach haben sich derweil erneut für eine allgemeine Impfpflicht ausgesprochen. Scholz warb bei einem SPD-Wahlkampfauftritt erneut für eine «Impfnachweis-Pflicht für alle». Gesundheitsminister Lauterbach sagte im Deutschlandfunk: «Ich hoffe nach wie vor, dass das gelingt.» Es werde bis zur letzten Minute um eine Mehrheit gerungen werden.

Österreich: In Österreich gilt seit dem 24. März wieder Maskenpflicht in nahezu allen Innenräumen. Ausserdem ist eine neue Quarantäne-Regelung in Kraft getreten. Gesundheitsminister Johannes Rauch verteidigte die neuen Massnahmen. Auch wenn er Corona-Verschärfungen kurz nach den Öffnungsschritten vom 5. März zunächst ausschloss, habe es keine Alternative gegeben, «weil in den Spitälern das Personal wirklich am Anschlag war», so Rauch im ORF-Radio.

Mann zieht eine FFP2-Maske über.
Legende: Während andere die Regeln lockern, wurden sie in Österreich jüngst von Gesundheitsminister Johannes Rauch verschärft. Keystone

Die neue Regel, dass die Isolation von Infizierten ab dem fünften Tag auch ohne Freitesten unter gewissen Auflagen endet, sei auf Bitte der Kliniken, Alters- und Pflegeheime angesichts der Personalengpässe festgelegt worden. Derzeit dürften viele Mitarbeiter, die sich trotz Corona-Infektion gesund fühlen, nicht arbeiten gehen.

Frankreich: Trotz gelockerter Corona-Regeln mahnen Frankreichs Gesundheitsbehörden zur Vorsicht. Vor allem gefährdete Menschen sollten in Innenräumen weiter Masken tragen, auch wenn dies nur noch in Verkehrsmitteln Vorschrift ist, hiess es. Menschen über 80 Jahre und Bewohner von Altersheimen wurden zu einer zweiten Auffrischimpfung aufgerufen, die die Behörden dieser Gruppe seit kurzem empfehlen.

Die Aufhebung der meisten Corona-Regeln in Frankreich Mitte März hatten einige Experten als vorschnell kritisiert. Im Anlauf zur Präsidentschaftswahl im April habe die Regierung ein Streitthema vom Tisch schaffen wollen. Gesundheitsminister Olivier Véran äusserte sich aber überzeugt davon, dass die Fallzahlen bis Ende März zwar noch ansteigen, die Lage sich anschliessend aber entspannt.

Italien: Das Land hat den Corona-Ausnahmezustand am 1. April beendet und schafft die meisten Restriktionen ab. Von April an werden etwa in Hotels, im öffentlichen Personennahverkehr und in Geschäften keine Nachweise von Impfung, Genesung oder Tests mehr verlangt. Zum 1. Mai wird das in Italien «Greenpass» genannte Zertifikat komplett abgeschafft. Die Quarantäne-Vorschriften werden fast vollständig aufgehoben: Neu müssen sich nur noch Infizierte isolieren, Kontaktpersonen dürfen ihre Wohnung jederzeit verlassen. Mit Auslaufen des Notstandes wird auch das Expertengremium der Regierung aufgelöst, das in den Monaten der Pandemie an den wichtigsten Massnahmen gearbeitet hatte.

Russland: In Russland ist die Zahl der Virus-Toten seit Beginn der Corona-Pandemie auf 778'000 gestiegen. Das ergab am Samstag eine Reuters-Berechnung auf Basis neuer Daten des Statistikamtes Rosstat. Demnach starben im Februar 43'201 Menschen mit oder an dem Coronavirus – nach 35'807 im Januar. Nach den Berechnungen belief sich die Übersterblichkeit seit Beginn der Pandemie auf 958'000 Tote, verglichen mit den durchschnittlichen Zahlen von 2015 bis 2019.

Spanien: Das Urlaubsland Spanien behandelt eine Corona-Infektion künftig fast nur noch wie eine normale Krankheit ähnlich einer Grippe. Wer sich mit Sars-CoV-2 infiziert und keine oder nur leichte Krankheitssymptome entwickelt, kann weiter ein normales Leben führen. Weder ein Test noch häusliche Isolation sind noch Pflicht. Nur für gefährdete Personen gelten die bisherigen Auflagen weiter. Dazu gehören Menschen über 60 sowie solche mit einer Immunschwäche, ausserdem Schwangere und Mitarbeitende des Gesundheitswesens.

Schweden: Das skandinavische Land behandelt Covid-19 von nun an nicht mehr als generell gefährliche oder gesellschaftsgefährdende Erkrankung. Das sogenannte Pandemiegesetz wurde auf den 1. April abgeschafft, womit neben dieser Einstufung auch Anforderungen für die Infektionsverfolgung und Quarantäne wegfallen. Die allermeisten schwedischen Corona-Beschränkungen waren bereits am 9. Februar aufgehoben worden.

Grossbritannien: Schottland hat die Aufhebung der Maskenpflicht angekündigt. Vom 18. April an müssen keine Nase-Mund-Bedeckungen mehr getragen werden, wie die schottische Regierung mitteilte. Damit ist Schottland der letzte Landesteil Grossbritanniens, der die Maskenpflicht abschafft.

Bulgarien: In Bulgarien ist der epidemiologischen Ausnahmezustand ausgelaufen. Wie das Gesundheitsministerium mitteilte, enden ab dem 1. April damit sämtliche Corona-bedingten Einschränkungen. Die Maskenpflicht entfällt und öffentliche Einrichtungen unterliegen keinen eingeschränkten Öffnungszeiten oder Zutrittsbeschränkungen mehr. Auch die Einreisebestimmungen werden gelockert. Einreisende aus anderen Ländern, unabhängig von der jeweiliegen Corona-Lage, brauchen für eine quarantänefreie Einreise nur noch zu bescheinigen, das sie geimpft sind.

Amerika

USA: Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat eine vierte Impfdosis mit den Corona-Vakzinen von BioNTech/Pfizer und Moderna für Menschen ab 50 Jahren genehmigt. Die FDA bewilligte auch eine zusätzliche Auffrischungsimpfung für Menschen mit einem stark geschwächten Immunsystem. Weil für diese Gruppe bereits vier Impfdosen zugelassen sind, handelt es sich um die fünfte Impfdosis.

In den USA sind die Corona-Infektionszahlen in den vergangenen Monaten massiv zurückgegangen. Experten warnen aber vor einem neuen Wiederanstieg der Fallzahlen wegen der Ausbreitung des Subtyps BA.2 der Omikron-Variante.

Asien

Die arabische Welt hat den dritten Ramadan während der Corona-Pandemie begonnen. Zahlreiche Länder haben inzwischen ihre Massnahmen gelockert. In Saudi-Arabien, wo auch volle Moscheen wieder erlaubt sind, können Gläubige den Fastenmonat wieder normal feiern. Auch Ägypten lockerte dank sinkender Corona-Zahlen Beschränkungen und erlaubte etwa wieder die während des Ramadan üblichen Tafeln für Bedürftige. Indien hat ebenfalls alle Massnahmen abgeschafft; zuvor waren grössere Menschenansammlungen nicht erlaubt gewesen.

China: China hat am Sonntag 13'287 Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet, die höchste Zahl an Neuinfektionen seit Februar 2020. Die meisten neuen Fälle wurden in der nordostchinesischen Provinz Jilin und in Schanghai registriert. Schanghai hat angeordnet, dass sich alle 26 Millionen Einwohner zwei weiteren Testrunden auf Covid-19 unterziehen müssen. Die Einwohner sollten sich mittels Antigen-Kits selbst testen und alle positiven Ergebnisse melden. Dies teilten Beamte der Regierung von Schanghai auf einer Pressekonferenz am Sonntag mit. Am Montag sollen dann in der ganzen Stadt Nukleinsäure-Tests durchgeführt werden.

Die gesamte chinesische Finanzmetropole ist im Wesentlichen abgeriegelt, nachdem die Stadt am vergangenen Montag damit begonnen hatte, die Bewegungsfreiheit in den östlichen Bezirken einzuschränken und die Beschränkungen Tage später auf die gesamte Stadt ausgeweitet wurden.

Menschen stehen in Schanghai Schlange, um sich Testen zulassen.
Legende: Auch sie müssen zweimal testen: Bewohner von Schanghai in einem Park am 3.4.2022. Keystone

Mit der Ankunft von Omikron erlebt China die schlimmste Corona-Welle seit Beginn der Pandemie vor zwei Jahren. Zwar sind die Zahlen im internationalen Vergleich niedrig, doch verfolgt die Regierung eine Null-Covid-Strategie, die mit der BA.2-Variante auf eine harte Probe gestellt wird.

Thailand: Das Land hat die Einreiseregeln für zweifach geimpfte Touristen weiter gelockert. Urlauber müssen vor der Abreise in ihren Heimatländern keinen PCR-Test mehr machen.

Die anderen Regeln bleiben aber vorläufig bestehen. Im Vergleich zu anderen Ländern in Südostasien sind diese noch recht kompliziert: Derzeit müssen Reisende einen PCR-Test nach der Ankunft machen und dann in einem im Voraus gebuchten Hotel auf das Ergebnis warten. Zudem sollen Feriengäste am fünften Tag selbst einen Antigentest machen und den Behörden das Ergebnis via App übermitteln. Weitere Voraussetzungen sind eine Krankenversicherung über 20'000 US-Dollar sowie die Beantragung des sogenannten «Thailand Pass» im Internet.

Ozeanien

Australien: Das Land bietet ab April eine vierte Corona-Impfung für die am stärksten gefährdeten Bevölkerungsgruppen an. Alle Personen über 65, alle indigenen Australierinnen und Australier über 50 und schwer immungeschwächte Personen, deren Auffrischungsimpfung mindestens vier Monate zurückliegt, können sich impfen lassen.

Neuseeland: Nach mehr als zwei Jahren coronabedingter Schliessung der Grenzen erlaubt Neuseeland vom 12. April an ersten Touristen wieder die Einreise. Den Anfang machen Besucher aus dem grossen Nachbarland Australien. Von Mai an dürfen dann auch Urlauber aus anderen visabefreiten Ländern wie Grossbritannien und den USA einreisen.

Afrika

Die Gesundheitsorganisation der Afrikanischen Union (Africa CDC) spricht sich für eine globale Koordinierung bei den Coronatests für Reisende aus. «Die Zeit ist wirklich reif, um diese Praxis zu überprüfen und eine globale Diskussion zu haben», forderte Virologe John Nkengasong von der Africa CDC am Donnerstag. «Wir brauchen einen koordinierteren Ansatz.» Es sei ein Unding, wenn Reisende in dem einen Land einen PCR-Test benötigten, während er bei der Einreise in einem anderen nicht mehr erforderlich sei.

In Afrika sind derzeit erst 16 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft – der Kontinent ist damit noch weit entfernt von seinem Ziel, 70 Prozent der Menschen zu erreichen.

Hier finden Sie Hilfe in der Coronazeit

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Corona beschäftigt uns alle. Unten finden Sie eine Liste mit Hotlines und Ratgebern rund um Corona.

BAG Infoline Coronavirus: 058 463 00 00 (täglich 6 bis 23 Uhr)

BAG Infoline Corona-Impfung: 058 377 88 92 (täglich 6 bis 23 Uhr)

Dureschnufe: Plattform für psychische Gesundheit rund um das neue Coronavirus

Angst und Panikhilfe Schweiz, Hotline: 0848 801 109 (10 bis 12 und 14 bis 17 Uhr)

Eltern-Notruf Schweiz, Hotline: 0848 35 45 55 (24x7)

Pro Juventute, Hotline für Kinder- und Jugendliche: 147 (24x7)

Schweizer Sorgen-Telefon: 143 (24x7)

Suchthilfe Schweiz: Hotline für Jugendliche im Lockdown 0800 104 104 (Di. bis Do. 9 bis 12 Uhr)

Branchenhilfe.ch: Ratgeberportal für Corona betroffene Wirtschaftszweige

SRF 4 News, 28.03.2022, 10:18 Uhr;

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