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International «Costa»-Prozess: Fünf Angeklagte verurteilt

Das Gericht in Grossetto hat in einem abgekürzten Verfahren Haftstrafen von bis zu 34 Monaten ausgesprochen.

Im Prozess um das verunglückte Kreuzfahrtschiff «Costa Concordia» sind fünf Angeklagte zu Haftstrafen zwischen 18 und 34 Monaten verurteilt worden. Das Gericht sah ihre Schuld wegen Totschlag, Vernachlässigung ihrer Pflichten und Verursachen von Schiffbruch als erwiesen an.

Die Angeklagten hatten zuvor einem Deal zugestimmt: Sie erklärten sich vor Gericht schuldig und wurden dafür mit einem abgekürzten Verfahren und reduzierten Strafen belohnt.

Die Verurteilten sind zwei verantwortliche Offizier, der Zahlmeister und ein Steuermann sowie der Kommunikationschef der Reederei.

Schettino anerkennt Schuld nicht an

Die Verurteilten werden ihre Haftstrafen kaum absitzen müssen: Strafen unter zwei Jahren werden ausgesetzt, und die längeren Strafen werden wohl weitergezogen oder durch gemeinnützige Arbeit ersetzt.

Legende: Video ««Erster Schritt auf dem Weg zur Wahrheit»» abspielen. Laufzeit 1:31 Minuten.
Vom 20.07.2013.

«Langsam geschieht hier Gerechtigkeit», kommentierte Ankläger Francesco Verusio die Urteile. »Allerdings gibt es erst umfassend Gerechtigkeit, wenn wir zum Schluss mit Sicherheit bestimmen können, worin die Verantwortung des Kapitäns besteht.»

Als einziger Angeklagter steht noch Kapitän Francesco Schettino vor Gericht. Dieser weigert sich bisher, seine Schuld anzuerkennen. Die Anhörung seines Falles war am Donnerstag bis Mitte September ausgesetzt worden.

2 Kommentare

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  • Kommentar von franz schleinigfer, montecatini/italien
    "Familienfeste" in Rom, werden mit 7 Jahren verurteilt (Berlusconi, Fede, Mora, 5 Jahre Minetti), wo alles freiwillig und ohne Schaden und Tote geschah. Bei der Concordia gab es 34 Tote, 100erte mit Schocktrauma, da gibt es 1,5-2,5 Jahre !!! Schettino weiterhin auf freiem Fuss. Ein 22 j.Albanese, mit Führerausweisentzug, unversichertem Auto, fährt eine Radfahrerin tötlich um, begeht Führerflucht und bleibt vorläufig auf freiem Fuss. Die ital. Justiz Bedarf dringend eine Revision.
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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Absolut Lachhaft, anderst kann man es nicht nennen... Und dann werden die noch Belohnt und muessen es nicht mal Absitzen. Und Schettino hat weder Ehre noch sollte Ihm den Titel Mensch zu Teil werden... Skadaloes, und inakzeptabel... Die Italienische Justiz ist nicht Ernst zu nehmen...
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